Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Obwaldner Kuhschönheiten und Prachtmunis

Viehschau Sarnen: Creta heisst Obwaldens schönste Kuh und Muni-Mister 2019 ist Jeronimo.
Romano Cuonz
Braunvieh - eine Kuh schöner als die andere - so weit das Auge reicht. (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)Braunvieh - eine Kuh schöner als die andere - so weit das Auge reicht. (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)
Der Prachtsmuni J.Norman und seine Besitzer Hermann Wallimann (Stieg Alpnach) und Andreas Barnett (hinten) strahlen um die Wette. (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)Der Prachtsmuni J.Norman und seine Besitzer Hermann Wallimann (Stieg Alpnach) und Andreas Barnett (hinten) strahlen um die Wette. (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)
Eine der ganz grossen Schönheiten: die Kuh Europa, die schon einmal Miss Obwalden war. (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)Eine der ganz grossen Schönheiten: die Kuh Europa, die schon einmal Miss Obwalden war. (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)
Sepp Infanger aus Engelberg notiert jedes Detail der Spitzenkuh mit der Eins auf dem Rücken. (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)Sepp Infanger aus Engelberg notiert jedes Detail der Spitzenkuh mit der Eins auf dem Rücken. (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)
An so einer Viehschau gibt's Milch für einen ganzen Kanton ... nur trinken an diesem Tag die meisten Bauern eher Gebranntes ... (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)An so einer Viehschau gibt's Milch für einen ganzen Kanton ... nur trinken an diesem Tag die meisten Bauern eher Gebranntes ... (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)
Auch Kühe wollen sich zur Misswahl von Kopf bis Schwanz so schön wie möglich präsentieren: Das weiss Sepp Flück aus St. Niklausen nur zu genau. (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)Auch Kühe wollen sich zur Misswahl von Kopf bis Schwanz so schön wie möglich präsentieren: Das weiss Sepp Flück aus St. Niklausen nur zu genau. (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)
Walter Bucher vom Schild in St. Niklausen plädiert für Kühe mit Hörnern. Nur so ist unsere «Olma» wirklich schön sagt er zu seinem Sohn Roland. (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)Walter Bucher vom Schild in St. Niklausen plädiert für Kühe mit Hörnern. Nur so ist unsere «Olma» wirklich schön sagt er zu seinem Sohn Roland. (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)
Auch Kühe sind im digitalen Zeitalter angekommen. Diese möchte unbedingt ans Handy ihres Chefs ... (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)Auch Kühe sind im digitalen Zeitalter angekommen. Diese möchte unbedingt ans Handy ihres Chefs ... (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)
Keine Angst vor dem grossen Jeronimo, dem Siegerstier: Die Besitzerkinder Melanie und Patrick. (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)Keine Angst vor dem grossen Jeronimo, dem Siegerstier: Die Besitzerkinder Melanie und Patrick. (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)
Wer ist an diesem Freudentag wohl stolzer: Der Züchter oder der Stier? (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)Wer ist an diesem Freudentag wohl stolzer: Der Züchter oder der Stier? (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)
Züchter Sepp Michel aus dem Melchtal und sein Helfer, der Bub Leo Krummenacher aus Sarnen: Beid sind stolz auf den schönen zahmen Stier Domino. (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)Züchter Sepp Michel aus dem Melchtal und sein Helfer, der Bub Leo Krummenacher aus Sarnen: Beid sind stolz auf den schönen zahmen Stier Domino. (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)
Während die Kühe draussen ausharren, lassen es sich die Bauern im riesigen Zelt gut gehen... (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)Während die Kühe draussen ausharren, lassen es sich die Bauern im riesigen Zelt gut gehen... (Bild: Romano Cuonz, Sarnen, 4. Oktober 2019)
12 Bilder

Viehschau in Obwalden

«Mag das Wetter bei der heurigen Viehschau auch nicht so ganz auf Bauernseite sein, zum mindesten die Kühe fühlen sich bei kühlen Temperaturen wohler als bei Hitze», kommentiert der Kernser Walter Windlin und lacht übers ganze Gesicht. Als OK-Präsident der Obwaldner Viehschau 2019 ist er rundum zufrieden: Gegen 950, wunderschöne Tiere – darunter 26 starke Stiere – sind am Morgen vor der Sarner Reithalle aufgefahren worden. Bauernverbandspräsident Simon Niederberger aus Alpnach ergänzt: «Das ist die eine Seite einer Viehschau, ebenso wichtig aber ist das Treffen und der Austausch unter den Züchtern in der Festhalle».

Mitten im Getümmel Hunderter grosser und kleiner Besucher, diskutieren drei erfahrene Fachmänner. Der Sarner Viehhändler Willy Zumstein meint: «Es war ein grossartiger Sommer, dafür sollten wir dem Herrgott danken.» Beat Imfeld, der 45 Jahre im Vorstand des Braunviehzüchterverbandes gearbeitet hatte, sinniert: «Wenn einer sich ein Berufsleben lang mit Kühen, Stieren und deren Abstammung befasst hat, weiss er wie viel so eine Viehschau für den Bauernstand bedeutet.» Der Hildisrieder Viehhändler und Gast Bernhard Hüsler stimmt zu: «Sich mit unserem schönen Vieh abzugeben ist etwas derart Wunderbares, dass ich gleich wieder Viehhändler würde, wenn ich nochmals jung wäre!»

Äusserst strenge Rangierung

Derweil «pützelt» Bauer Sepp Flück aus St.Niklausen seine Kuh Ariane mit einer Bürste vom Kopf bis zum Schwanz: «Auch Kühe brauchen ihr ‹Make-up›, an diesem Ehrentag sollen sie doch eine Gattung machen.» In der Tat: Experte Guido Zehnder aus Bennau, der gerade einen der 26 Stiere mit Argusaugen betrachtet, verrät uns, worauf er achtet: «Kriterien sind der Rahmen, die Obere Linie, das Fundament, der gute Gang, die Beine und, und, und.» Am meisten punkten konnte der Muni Jeronimo des Sachsler Züchters Paul Rohrer vom Widi. Wer da stolzer ist, Tier oder Züchter, ist schwer auszumachen. Die beiden Kinder Melanie und Patrick Rohrer jedenfalls versichern: «Unser Jeronimo ist ein ganz zahmer lieber Muni.» Was überhaupt auffällt. An so einer Viehschau wissen nicht nur Experten Bescheid. Das junge Bauernmädchen Esther Jakober vom Ramersberg erklärt mit Kennerblick: «Meine Kuh ist oben schön, hat ein schönes Becken, ein schönes Euter und schöne Beine.» Und wie sie es sagt, muht die Kuh lange und zufrieden. Als wollte sie all dies noch bekräftigen. Aber nicht nur Bauernkinder vergnügen sich an der Viehschau. Gleich zehn Dreikäsehochs aus dem nahen Kinderhaus Obwalden sind an der Viehschau unterwegs. Hart am Arbeiten ist die junge Melanie Heierli aus dem Zürcher Oberland. Als sogenannte Wärterin stellt sie die Kühe nach Schönheit in Reih und Glied. Wie kommt sie zu diesem Job? Heierli dazu: «Ich half diesen Sommer auf der Alp Tritt in Niederbauen, da wurde ich rekrutiert.»

Eine rechte Kuh braucht Hörner

Walter Bucher und sein Sohn Roland aus St.Niklausen präsentieren voll Stolz ihre Kuh Olma. «Die hat noch Hörner wie es sich gehört», sagt Walter Bucher und schiebt den «Krummen» von einer Mundecke in die andere. Noch immer bedauert Walter Bucher, dass die Hornkuh-Initiative damals verloren ging. Die Tagessiegerin Creta des Züchters Franz Durrer in Kerns allerdings ist eine ungehörnte «Miss Obwalden».

À propos Politik: Die meisten Politiker, die man an der Viehschau antrifft, haben eine bäuerliche Abstammung: An allen Ecken und Enden am Werk ist der Sarner Gemeinderat Peter Seiler. Karl Vogler, noch Nationalrat und künftig «Hobbybauer» holt sich den einen oder andern Tipp. Aber: «Ich werde mich zwar auf Ziegen beschränken», schmunzelt er. Und Peter Krummenacher gibt unumwunden zu: «Ich züchte eher Trauben als Kühe, aber als Nationalrats-Kandidat tut man gut daran, auch die Viehzüchter kennen zu lernen!»

Rangliste der Kantonalen Viehschau Sarnen 2019.pdf

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.