Obwaldner Leistungssportler sollen Geld aus Swisslos-Fonds erhalten

Obwalden will Leistungssportler finanziell unterstützen - mit Geld aus dem Swisslos-Fonds.

Matthias Piazza
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Die Obwaldnerin Sportlerin Michelle Gisin.

Die Obwaldnerin Sportlerin Michelle Gisin.

Bild: Keystone/ Andreas Schaad (Lienz, 29. Dezember 2019)

Der Kanton Obwalden soll für Sportler aus einer olympischen Sportart einen Beitrag von maximal 12'000 Franken pro Person und Jahr und für nicht-olympische oder paralympische Sportarten bis 6'000 Franken sprechen können. Auch wiederkehrende Förderungen sollen möglich sein.

Diese Änderungen schlägt der Obwaldner Regierungsrat im Sportförderungsgesetz vor, das nun in die Vernehmlassung ging. Er kommt damit dem Auftrag einer Motion der Engelberger CVP-Kantonsrätin Cornelia Kaufmann-Hurschler nach, welche der Kantonsrat im Dezember 2018 überwiesen hat. «Wenn einem Leistungssportler der Durchbruch gelingt, wie das in der Vergangenheit in Obwalden immer wieder mal der Fall war, so ist das letztlich auch eine Wertschöpfung für den Kanton», wird dazu Christian Schäli, Vorsteher des Bildungs- und Kulturdepartementes in einer Medienmitteilung zitiert.

Gemäss Einschätzung der kantonalen Sport-Abteilung haben zurzeit sechs bis acht Obwaldner Sportlerinnen und Sportler reelle Chancen, von diesem Förderinstrument profitieren zu können. Die Aufwendungen dafür werden auf jährlich rund 70'000 Franken pro Jahr geschätzt. Peter Gähwiler, Sekretär des Bildungs- und Kulturdepartementes, verneint auf Anfrage, dass andere Projekte zu kurz kommen. «Obwalden stehen jährlich rund zwei Millionen Franken aus dem Swisslos-Topf zur Verfügung. Ein Teil dieser Mittel ist nicht fix zugeteilt. Damit kann die Leistungssportförderung finanziert werden.»

Mit Swisslos-Geldern unterstützt Obwalden besonders Sport- und Kulturprojekte, aber auch Vorhaben in der Denkmalpflege, der Bildung und Forschung oder der Umwelt und Entwicklungshilfe.

Auch in diesem Jahr wird etwa der Sportanlass Winter-Universiade 2021 mit 190'000 Franken unterstützt. Zufrieden zum regierungsrätlichen Gesetzesentwurf äusserte sich auf Anfrage Motionärin Cornelia Kaufmann-Hurschler. Gibt auch der Kantonsrat grünes Licht, soll das neue Gesetz bereits im nächsten Jahr in Kraft treten.

Am Mittwoch, 22. Januar, um 17.30 Uhr findet im Mehrzwecksaal der Kantonsschule in Sarnen eine Informationsveranstaltung dazu statt.