Obwaldner Mediziner zum Einsatz verpflichtet

Die Obwaldner Regierung will die Gesundheitsversorgung in der Krisensituation sichern.

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Die Regierung will dem Kantonsspital Obwalden bei Bedarf mehr Fachpersonal zur Verfügung stellen können.

Die Regierung will dem Kantonsspital Obwalden bei Bedarf mehr Fachpersonal zur Verfügung stellen können.

Bild: PD

(pd/unp) Auf Antrag des kantonalen Führungsstabs hat der Regierungsrat verfügt, dass Ärztinnen und Ärzte sowie medizinisches Personal mit Wohnsitz im Kanton Obwalden bei Bedarf zum Einsatz zu Gunsten der Gesundheitsversorgung im Kanton verpflichtet werden können. Wie die Regierung mitteilt, fiel diese Entscheidung auf der Basis des Gesundheitsgesetzes. Das Kantonsspital Obwalden (KSOW) hat in den vergangenen Wochen umfassende Massnahmen getroffen, um auf die Auswirkungen einer Pandemie-Welle vorbereitet zu sein. Alle planbaren Eingriffe wurden verschoben, die Anzahl Betten wird sukzessive erhöht. Um den Betrieb auch bei einem massiv höheren Patientenanfall sicherstellen zu können, will der Regierungsrat dem KSOW zusätzliches Fachpersonal zur Verfügung stellen.

Im Bedarfsfall erfolgt das Aufgebot durch den Kantonsarzt mit einer Vorlaufzeit von mindestens 24 Stunden. Die vom Regierungsrat verfügte Einsatzpflicht gilt bis zur Aufhebung der ausserordentlichen Lage.

«Es ist wichtig, dass die notwendigen medizinischen Kapazitäten im Bedarfsfall zur Verfügung gestellt werden können. Dadurch ist das Gesundheitswesen im Kanton für die zu erwartende Coronawelle besser gerüstet. Für die Bevölkerung bleiben die Hausarztpraxen in jedem Fall die erste Anlaufstelle für medizinische Fragen», wird Gesundheitsdirektorin Maya Büchi-Kaiser in der Mitteilung zitiert.

www.ow.ch/coronavirus

Obwaldner Regierung greift zum Noterlass

Die Kantonsratssitzung vom Donnerstag findet nicht statt. Damit die Prämienverbilligungen trotzdem ausbezahlt werden können, ergreift die Regierung aussergewöhnliche Mittel.
Adrian Venetz