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Obwaldner Offiziere stoppen Abwärtstrend

Die Offiziersgesellschaft Obwalden hat an der Hauptversammlung vier neue Mitglieder aufgenommen. Zudem hat Präsident Reto Mattli auf 2020 seinen Rücktritt angekündigt.
Markus Villiger
Die zwei neuen Mitglieder André Ruckstuhl (l.) und Raphael Windlin (r.) mit Präsident Reto Mattli. (Bild: PD)

Die zwei neuen Mitglieder André Ruckstuhl (l.) und Raphael Windlin (r.) mit Präsident Reto Mattli. (Bild: PD)

Zur 163. Hauptversammlung der Offiziersgesellschaft Obwalden versammelten sich nebst zahlreichen Mitgliedern auch Gäste aus Politik und Militär. Entgegen dem Trend der letzten Jahre konnten vier junge Offiziere neu aufgenommen werden. Oberleutnant Thomas Schumacher, Sarnen, und die Leutnants Michael Epp, Alpnach, André Ruckstuhl, Engelberg und Raphael Windlin, Kerns. Die OG Obwalden zählt aktuell 131 Mitglieder.

Präsident und Major im Generalstab Reto Mattli skizzierte seinen Jahresbericht vor dem Hintergrund der aktuellen sicherheitspolitischen Lage in der Schweiz. «Sicherheitspolitisch wird uns in diesem Vereinsjahr das Thema Luftverteidigung beschäftigen. Hier appelliere ich an Sie alle, die Luftverteidigung als Gesamtsystem zu verstehen und vor allem zu erklären. Damit schaffen wir Verständnis in unserem Umfeld für die Sache und mindern das Risiko von Diskussionen über Flugzeug-Typen innerhalb der Bevölkerung.» Es fiel Präsident Mattli sichtlich schwer, vor seinen Vorstandskollegen und den zahlreich anwesenden Mitgliedern seinen Rücktritt auf die Jahresversammlung 2020 bekannt zu geben.

«Nach ausführlichen Überlegungen komme ich zum Schluss, dass ich mein Amt als Präsident nicht mehr in diesem Masse und mit der Leidenschaft ausführen kann, wie das der Fall war, als ich gewählt wurde», sagte Mattli. «Seither haben sich meine beruflichen Verhältnisse signifikant geändert und ich habe eine junge Familie, der ich meine ausserberufliche Zeit in erster Linie widmen will». Innerhalb des neuen Gesellschaftsjahres wird der Vorstand gefordert sein, einen Nachfolger ausfindig zu machen und an der Hauptversammlung 2020 ein neues Mitglied in den Vorstand vorzuschlagen.

Sowohl der Jahresbericht wie auch die Jahresrechnung und das Budget 2019 wurden einstimmig gutgeheissen. Der Jahresbeitrag wurde auf der bisherigen Höhe belassen.

Zusammenarbeit ist sehr wichtig

Sicherheits- und Justizdirektor Christoph Amstad sagte in seinem Grusswort: «Für mich ist die Offiziersgesellschaft Obwalden eine ganz wichtige Organisation und ich schätze die gute Zusammenarbeit und den gegenseitigen Austausch. Zurzeit ist die Zusammenarbeit besonders wichtig, denn es läuft einiges in der Sicherheitspolitik und dabei sind insbesondere die Offiziere gefordert. Wir sind mitten im parlamentarischen Prozess, um die Rahmenbedingungen für die Armee zu bestimmen.» Er nannte etwa Massnahmen zur Einschränkung der Attraktivität des Zivildienstes, Frauenförderung, Flugzeugbeschaffung und Teilrevision der Waffenverordnung. Divisionär Bernhard Müller, Kommandant der Luftwaffe, sagte zum Beschaffungsbeschluss des Bundesrats für neue Kampfflugzeuge: «Zurzeit erleben wir eine spannende Phase, ab Mitte Jahr starten die Versuchsflüge der Kontrahenten in der Schweiz.»

Im Anschluss referierte Divisionär Thomas Süssli, Chef Führungsunterstützungsbasis, über «Transformation der Schweizer Armee zur Cyber Force». Er sprach von zunehmender Bedrohung aus dem Cyber Raum. «Cyber ist kein sichtbarer Krieg, sondern unterwandert unser Leben und die Gesellschaft.»

Die Jahresmeisterschaft gewann wie in den Vorjahren der Alpnacher Hans Zurbuchen vor Reto Mattli, Sarnen, und Adrian Husner, Sarnen. Sieger des HV-Schiessens in der Kategorie Gäste wurde Werner Staub, Engelberg, in der Kategorie Mitglieder gewann Major Reto Mattli, Sarnen, das HV-Schiessen.

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