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Obwaldner Regierung stellt Gymnasien gutes Zeugnis aus

Sechs von zehn erfolgreichen Maturanden der Mittelschulen machen später einen Bachelorabschluss.
Philipp Unterschütz
Powerwoche an der Kantonsschule Obwalden: Besuch beim Videoworkshop mit (von links) Jann, Robin und Pascal. (Bild: Corinne Glanzmann, Sarnen, 11. April 2018

Powerwoche an der Kantonsschule Obwalden: Besuch beim Videoworkshop mit (von links) Jann, Robin und Pascal. (Bild: Corinne Glanzmann, Sarnen, 11. April 2018

Er sei zufrieden mit der gymnasialen Ausbildung und mit der Qualität der Kantonsschule Obwalden, schreibt der Regierungsrat in der Antwort auf eine Interpellation, die Kantonsrat Peter Lötscher (SP, Sarnen) im Mai eingereicht hat. Der Regierung wurden darin Fragen zum Thema Abschlussquoten der Gymnasien als Qualitätsmerkmal gestellt. Der Kanton sei als Träger der Kantonsschule für die Qualität zuständig und solle Transparenz über die Studienerfolge der Abgänger schaffen.

Die Regierung ist der Meinung, dass es den komplexen Vorgängen, welche die Qualität einer Schule beeinflussen, nicht gerecht werde, wenn man nur vom Studienerfolg der ehemaligen Maturandinnen und Maturanden auf die Qualität eines Gymnasiums schliessen würde. Es könnten auch andere Gründe wie die finanzielle Situation der Studierenden, Familienplanung oder Interessensverschiebungen zu Studienabbrüchen führen.

Nahe am Schweizer Durchschnitt

In Obwalden ist die gymnasiale Bildung an drei Standorten möglich. Der Kanton selber führt die öffentliche Kantonsschule in Sarnen. Mit den Privatschulen Stiftsschule und Schweizerische Sportmittelschule, beide in Engelberg, hat er Leistungsverträge abgeschlossen. Die Regierung schreibt in ihrer Antwort weiter, dass gemäss den Daten des Bundesamtes für Statistik 61 Prozent oder 168 Personen aller Absolventen, die in den Jahren 2007 bis 2009 das Maturazeugnis an einem dieser drei Obwaldner Gymnasien erhielten, nach acht Jahren einen Bachelorabschluss der gleichen universitären Hochschule und der gleichen Fachbereichsgruppe erworben hätten. Obwalden liegt damit nahe am Schweizer Durchschnitt von 64 Prozent.

Vielfältige Massnahmen zur Qualitätssicherung

Ebenso vielfältig wie die Faktoren, welche die Qualität beeinflussten, sind laut Regierung die Massnahmen, um die Qualität zu sichern und zu verbessern. In ihrer Antwort wird eine ganze Liste von Massnahmen aufgeführt von Personalgesprächen, Unterrichtsbesuch, Anforderungen an Lehrpersonen, Elternfeedbacks, Schulprogramm bis zur Befragung von ehemaligen Studierenden. Die Kantonsschule Sarnen setzt ein Qualitätsmanagementsystem ein, das auch auf der Sekundarstufe anerkannt ist.

Das vom Regierungsrat verabschiedete Schulprogramm 2018/19 bis 2021/22 basiert ebenfalls darauf. Die Regierung weist auch darauf hin, dass die Maturitätsprüfungen der Kantonsschule in den letzten Jahren keinen Grund zu Beanstandungen gegeben hätten. Im nationalen Vergleich erfülle die Schule in Sarnen auch bezüglich Fächerangebot die Vorgaben des Reglements der Erziehungsdirektorenkonferenz. Die Detailauswertungen, die der Bund über die einzelnen Gymnasien gemacht hat, will die Regierung allerdings nicht anfordern, weil es nur drei Gymnasien im Kanton gebe und diese erst noch verschiedene Ausrichtungen hätten. Die Aussagekraft der Detailauswertung sei deshalb für Obwalden beschränkt.

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