Obwaldner Regierung will Oberstufen-Lektionen nicht umverteilen

An der Anzahl Lektionen in der Obwaldner Orientierungsstufe soll sich vorerst nichts ändern. Der Regierungsrat empfiehlt eine Motion zur Ablehnung, die mit einer Umverteilung die jüngeren Schülerinnen und Schüler entlasten will.

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(sda)

Mit dem Übertritt von der sechsten in die siebte Klasse erhöht sich in Obwalden die Zahl der Schulstunden von 30 auf 36 Lektionen. Motionärin Sonnie Burch (CVP) forderte, die Stundentafel sei möglichst bald so anzupassen, dass die jüngeren Schüler entlastet und die Schüler der achten und neunten Klasse stärker belastet werden. An der Gesamtlektionenzahl solle sich nichts ändern.

Die Obwaldner Regierung hält in ihrer Antwort auf die Motion, die sie am Mittwoch veröffentlichte, fest, sie werde die Stundentafel und den Lehrplan 21 im Jahr 2023 evaluieren. Eine vorgezogene Anpassung würde die geplante Evaluation behindern, die Motion sei daher abzulehnen.

Die Regierung pflichtete der Motionärin bei, dass die Lektionenzahl in der 1. Orientierungsstufe auch im Zentralschweizer Vergleich hoch sei. Weil Obwalden zugleich die niedrigste Anzahl Lektionen auf der Primarstufe habe, falle der Unterschied beim Wechsel von der Primar- in die Orientierungsstufe noch stärker ins Gewicht. Über die gesamte Volksschulzeit weise Obwalden eher eine niedrige Lektionenzahl auf.

Die aktuelle Stundentafel sei erst seit 2017 in Kraft und gelte seit Sommer 2019 für alle Fächer und Schuljahre. Anpassungen seien im Rahmen einer Gesamtschau zu prüfen, da sie mit Schulpartnern abgesprochen und über mehrere Jahre umgesetzt werden müssten.

Der Kantonsrat behandelt die Motion in seiner Sitzung vom 19. März.