Obwaldner Regierungsrat lobt seine Steuerstrategie

Der Obwaldner Regierungsrat ist nach wie vor von seiner Steuerstrategie überzeugt: Sie entwickle sich erfolgreich. Der Kanton verfüge über attraktive Bedingungen für Private und Unternehmen.

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Der Obwaldner Finanzdirektor Hans Wallimann (links). (Bild: Archiv Markus von Rotz / Neue OZ)

Der Obwaldner Finanzdirektor Hans Wallimann (links). (Bild: Archiv Markus von Rotz / Neue OZ)

Dass auch die Bevölkerung hinter der 2006 lancierten Steuerstrategie stehe, habe die Abstimmung zum zweiten Schritt der Steuerstrategie im Oktober 2011 gezeigt, heisst es im am Donnerstag veröffentlichen Wirkungsbericht zu den steuerlichen Massnahmen für das Jahr 2011.

Verlagerung findet statt

Mit einem Ja-Anteil von fast 90 Prozent hatte das Obwaldner Stimmvolk den Nachtrag zur Steuerstrategie angenommen. Damit werden untere und mittlere Einkommen sowie Familien entlastet.

Aus dem Wirkungsbericht geht zudem hervor, dass die durch die Steuerstrategie angestrebte Verlagerung von unteren zu mittleren und oberen Einkommen effektiv stattfindet. Die Zahl der Steuerpflichtigen mit oberen und höheren Einkommen im Kanton nahm von 2455 im Jahr 2005 auf 3765 im Jahr 2010 zu. Diese Entwicklung zeige, dass vor allem Steuerpflichtige mit höheren Einkommen hätten angesiedelt werden können, schreibt die Regierung. Das Ziel, steuerlich motivierte Wegzüge - insbesondere von finanzstarken Personen - zu verhindern, sei erreicht worden.

Steigende Recourcenstärke

Erfreulich ist für die Obwaldner Regierung auch die Entwicklung beim Ressocurcenindex zu Zwecken des nationalen Finanzausgleichs (NFA). Obwalden habe sich von Rang 25 auf Rang 14 vorgearbeitet. Die Konsequenz sei, dass sich die Ausgleichszahlungen des Bundes bis 2014 um rund 32 Mio. Franken reduzieren würden.

2005 betrug das gesamte steuerbare Einkommen in Obwalden 829 Mio. Franken. 2010 waren es 878 Mio. Franken. Ohne Bereinigung des Steuerfreibetrags von 10'000 Franken würde das steuerbare Einkommen 2010 gar über eine Milliarde Franken betragen, heisst es weiter. Dies entspreche einer Zunahme von über 28 Prozent.

Wie Regierungsrat Hans Wallimann auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte, wirke sich die Obwaldner Steuerpolitik nicht auf die Wirtschaftskriminalität im Kanton aus. Es sei keine Zunahme der Delikte zu verzeichnen. Die Fälle aber seien in den letzten Jahren wegen der Globalisierung komplexer geworden.

sda