Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Obwaldner Schützen wehren sich gegen neue Bestimmungen

Der kantonale Schützenverband Obwalden setzt alles daran, dass das neue Waffenrecht abgelehnt wird. Auch ein Regierungsrat äusserte sich an der Delegiertenversammlung vom Freitag kritisch. Geändert hat der Verband die Beitragspraxis der Schützenvereine.
Richard Greuter
Friedrich Häcki (rechts), Präsident der kantonalen Schützengesellschaft Obwalden, im Gespräch mit Adrian Christen, Präsident der Schützengesellschaft Kägiswil. (Bild: Richard Greuter, Lungern, 29. März 2019)

Friedrich Häcki (rechts), Präsident der kantonalen Schützengesellschaft Obwalden, im Gespräch mit Adrian Christen, Präsident der Schützengesellschaft Kägiswil. (Bild: Richard Greuter, Lungern, 29. März 2019)

«In den nächsten sieben Wochen sind wir Schützen gefordert, unsere freiheitliche Waffenpraxis zu sichern.» Mit diesem Kernsatz kam Friedrich Häcki, Präsident der kantonalen Schützengesellschaft Obwalden, gleich zu Beginn der Delegiertenversammlung (DV) auf das diesjährige Hauptthema zu sprechen. Organisiert worden war die Versammlung vom vergangenen Freitag im «Cantina Caverna» in Lungern von der Schützengesellschaft Kägiswil.

Am 19. Mai kommt das Referendum zum neuen Waffenrecht zur Abstimmung, und die Schützen setzen alles daran, diese Vorlage zu bodigen. Auch wenn die Schützen mittels Sonderbewilligungen ihre halbautomatischen Waffen behalten dürfen, gehe es um viel. Walter Harisberger vom schweizerischen Schützenverband befürchtet Nachteile für den Nachwuchs. Peter von Flüe, der den Abstimmungskampf der Obwaldner Schützen koordiniert, erläuterte Details der Vorlage, aber auch die Stossrichtung der EU. Der ehemalige Polizist ist überzeugt, dass die EU diese Richtlinien in fünf oder zehn Jahren verschärfen wird. Zudem, so von Flüe weiter, würden diese Sonderbewilligungen für jeden einzelnen Schützen Kosten verursachen, die sie selber tragen müssten. Eine ähnliche Meinung vertrat der Obwaldner Sicherheit- und Justizdirektor Christoph Amstad: «Der Gesetzesentwurf bringt nicht die angestrebte Sicherheit und führt zu einem grossen administrativen Mehraufwand der Kantonspolizei.» Für Obwalden rechnet Amstad mit einer zusätzlichen Arbeitsstelle.

Verbandbeiträge nur noch von den Pflichtschützen

Mit der Reduktion des Armeebestandes sinken auch die Zahlen der Obligatorisch-Schützen und damit die Einnahmen der Schützenvereine. Vor einem Jahr lehnte die DV einen Vorstoss vom Schützenverein Kerns-Alpnach, der eine finanzielle Entlastung verlangte, ab. An der vergangenen Präsidentenkonferenz änderte der Verband seine Praxis. Neu legt die DV die Beiträge der 13 Schützenvereine jährlich neu fest. Neben dem Grundbeitrag von 300 Franken zahlen die Vereine in diesem Jahr nur noch für die beitragsberechtigten Obligatorisch-Schützen einen Verbandsbeitrag von sechs Franken. Für freiwillige Obligatorisch-Schützen verlangt der Verband keine Beiträge mehr. In der Folge korrigierte Kassierin Conny Gasser die Einnahmen der Bundesübungsteilnehmer um 900 Franken auf 5100 Franken.

3000 Franken fliessen in den Abstimmungskampf vom 19. Mai und einen Aufwand von 2200 Franken verursacht der 8-Kantone-Wettkampf der Jungschützen, der heuer in Obwalden stattfindet. Bei einem Aufwand von 39 800 Franken ergibt das ein Minus von gut 7200 Franken. Dieser jährliche Vermögensabbau wird beim kantonalen Schützenfest in drei Jahren korrigiert.

Das einzige Wahlgeschäft betraf die Wiederwahl des Präsidenten, die Friedrich Häcki einstimmig schaffte.

Goldmedaille für Sarah Durrer aus Kägiswil

Unter den zahlreichen Ehrungen fiel Sarah Durrer aus Kägiswil auf. Am vergangenen Jugend- und Veteranenfinal in Thun gewann die 21-jährige Schützin, die zum letzten Mal als U21-Schützin mitwirken durfte, eine Goldmedaille. An der Schweizer Meisterschaft in Thun landete der Kernser Schütze Roland Bucher auf dem dritten Platz.

Christian Zimmermann berichtete über das kommende Eidgenössische Schützenfest in Luzern im nächsten Jahr. Das OK erwartet rund 40 000 Schützen und 100 000 Besucher.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.