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Obwaldner Verein gibt Einblick in seine Arbeit

Ehrenmitgliedschaften, spezielle Ehrungen und ein neues Vorstandsmitglied – die Generalversammlung des Vereins Obwaldner Wanderwege hatte es in sich. Aktuell gibt die Signalisierung der Wanderwege zum neuen Richtplan zu tun und reden.
Marion Wannemacher
Der neue und der alte Geschäftsstellenleiter der Obwaldner Wanderwege Pius Ziegler (v.l.), Urs Wallimann und das neue Vorstandsmitglied Peter Glaus-Wyss. (Bild: Marion Wannemacher, Lungern, 13. April 2019)

Der neue und der alte Geschäftsstellenleiter der Obwaldner Wanderwege Pius Ziegler (v.l.), Urs Wallimann und das neue Vorstandsmitglied Peter Glaus-Wyss. (Bild: Marion Wannemacher, Lungern, 13. April 2019)

Welche Bedeutung ein Verein hat, lässt sich nicht nur an der Anzahl der Mitglieder ablesen, sondern auch an seinen Gästen. An beidem gemessen ist der Verein Obwaldner Wanderwege einer der wichtigen im Kanton. Obwohl die Teilnahme an der Generalversammlung gleichzeitig eine Wanderung miteinschliesst und beinahe den ganzen Tag beansprucht, liessen es sich vergangenen Samstag 175 von rund 730 Mitgliedern nicht nehmen, im Brünig-Park in Lungern dabei zu sein. Mit von der Partie waren Nationalrat Karl Vogler, Kantonsratspräsident Peter Wälti sowie einige Vertreter verschiedener Gemeinderäte, Korporationen und Tourismusorganisationen.

Auf ein spannendes Jahr blickte Präsident Otti Küng zurück. Er hob als einen persönlichen Höhepunkt das 650-Jahr-Jubiläum der Korporation Alpnach im Mai hervor, als die Schule mit 650 Schülern in der Natur unterwegs war. Nachdenklich gestimmt habe ihn die Frage eines Reporters, wie es denn die Jungen mit dem Wandern hielten. «Mit 15 bis 18 Jahren kommen sie vom Wandern eher ab, mit 22 bis 23 kehren dann viele wieder zurück», gab sich der Präsident überzeugt.

Als besonderen Schwerpunkt der Vereinsarbeit hob Küng die Arbeit der technischen Kommission hervor. Geri Britschgi, Urs Wallimann, Roli Burch und Patrick Emmenegger hätten sich intensiv für die Umsetzung des 2017 vom Kantonsrat genehmigten Wanderweg-Richtplans eingesetzt, er gehe von einem Einsatz von 30 Arbeitstagen aus. Alle vier wurden für ihren Einsatz verdankt. Bis 2021 soll die Neusignalisierung im wesentlichen umgesetzt sein.

Einen spannenden Einblick aus der Arbeit der technischen Kommission gab der technische Leiter Geri Britschgi. Diese bestehe in der Hauptsache aus der Vorbereitung der Neusignalisierung. Gestützt auf den Richtplan müssten die Wanderrouten neu definiert werden. Es gehe darum, die Standorte und den Text für die Wegweiser zu bestimmen.

Zum grössten Teil seien die Wanderrouten im Kanton zum jetzigen Zeitpunkt definiert, erklärte Britschgi. «Ab Frühherbst rechnen wir damit, die neuen Wegweiser zu montieren», sagte er. Was immer wieder zu Diskussionen führe, sei die Schreibweise von Lokalnamen, betonte der technische Leiter. «Der Teufel liegt im Detail.» Schreibe sich jetzt «Lütholdsmatt» mit oder ohne «h», heisse es «Chernwald» oder «Kernwald», nannte Geri Britschgi Beispiele. «Es ist manchmal zum Davonlaufen», sagte er. Zur Arbeit gehörten Absprachen mit Nachbarkantonen, Bezirksleitern, politisch Verantwortlichen, Gemeindeverantwortlichen und Korporationen. «Bis 2021 sind wir dann der modernste Wanderkanton», versprach Britschgi augenzwinkernd.

Ausländische Touristen an der Schneeschuhwanderung

Interessante statistische Resultate legte Wanderleiter Peter Rohrer vor. Während vor zehn Jahren 414 Wanderer teilgenommen hatten, waren es im vergangenen Jahr 1111 Wanderer. Gesamthaft liefen diese 11 508 Kilometer. «Wenn das eine Person laufen würde, wäre diese 19 Monate unterwegs und hätte 7,6 Paar Schuhe bis auf die Sohle durchgelaufen. Immer wieder nähmen auch Gäste aus dem Ausland teil, so an der Schneeschuhwanderung Turren – Schönbüel Touristen aus Deutschland, Frankreich und China. «Sprachprobleme gab es keine, die haben etwa die gleichen Ausdrücke wie die Lungerer», gab Rohrer unter Gelächter der Vereinsmitglieder zum Besten.

Für den Vorstand konnte Präsident Otti Küng ein neues Mitglied zur Wahl vorschlagen. Roland Burch, der von 1981 bis 1993 und von 2014 bis 2019 im Vorstand und als technischer Leiter gearbeitet hatte, verlässt diesen. Geri Britschgi hob Burchs Fähigkeiten als «Praktiker durch und durch» hervor und dankte ihm für seine Arbeit. Für ihn wurde Peter Glaus-Wyss aus Lungern gewählt. Glaus ist Wanderweggötti in Lungern und sass von 1994 bis 2002 im Kantonsrat. Seit 2008 ist er Oberrichter in Obwalden.

Herzliche Worte fand Otti Küng für Urs Wallimann, der sieben Jahre den Verein als Präsident geprägt hatte und zuletzt noch zwei Jahre als Geschäftsstellenleiter tätig war. «Bei mir wird dereinst im Lebensbüchlein stehen: ‹Du hast mit ihm drei Jahre arbeiten dürfen.› Das war mir eine grosse Ehre. Urs, ich danke dir für alles!»

Künftig wird Pius Ziegler aus Alpnach die Geschäftsstelle leiten. Der 64-Jährige ist Oberstufenlehrer an der Schule Alpnach und geht dieses Jahr in Pension. Zehn Jahre war er im Kantonsrat. Urs Wallimann wird weiter als Wanderleiter im Verein tätig sein. Ausserdem bleibt er noch in der technischen Kommission. Wallimann und Burch erhielten unter kräftigem Applaus ihre Ehrenmitgliedschaften.

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