Obwaldner Wanderwege: Der erste Wegweiser ist «fast wie ein Weihnachtsgeschenk»

In Sachseln wurde der erste neue Wegweiser des Vereins Obwaldner Wanderwege montiert.

Marion Wannemacher
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Bezirksleiter Hans Rohrer (links) und sein Stellvertreter Peter Spichtig begutachten die von ihnen montierten neuen Wegweiser.

Bezirksleiter Hans Rohrer (links) und sein Stellvertreter Peter Spichtig begutachten die von ihnen montierten neuen Wegweiser.

Bild: Marion Wannemacher (Sachseln, 18. Dezember 2019)

Es war ein historischer Moment. Am Mittwoch wurde in Sachseln zwischen Hotel Kreuz und Pfarrkirche der erste neue Wegweiser des Vereins Obwaldner Wanderwege (OWW) montiert. «Es ist ein besonderer Augenblick, fast so wie ein Weihnachtsgeschenk», witzelte Geri Britschgi, technischer Leiter. 25 Jahre nachdem die Signalisation der Wanderwege zur öffentlichen Gemeindeaufgabe wurde, wird das Obwaldner Wanderwegenetz komplett neu signalisiert.

Die allerersten Schilder, die Hans Rohrer, Bezirksleiter von Sachseln, und sein Stellvertreter Peter Spichtig auswechselten, waren die Wegweiser nach Melchtal und Flüeli-Ranft sowie ins Älggi. «Dazu gekommen sind neu Piktogramme mit Hinweis auf Aussichtspunkt, Bergwirtschaft und Unterkunft, geändert haben sich auch die Routen», erklärte Urs Wallimann aus der technischen Kommission am konkreten Fall. An einigen Orten habe man geteerte Wanderwege aufgehoben und durch frühere Wege ersetzt. Als Beispiel nannte er den Weg ins Flüeli über das Lanzenbüel anstelle der Lourdes-Kapelle.

Neusignalisation dauert insgesamt drei Jahre

Insgesamt wird die Neusignalisation drei Jahre dauern. Dadurch kommt es zu zeitlichen und örtlichen Differenzen der alten und neuen Signalisation. In der Übergangszeit entsprechen bisherige Wanderwegeinträge auch auf den topografischen Karten nicht mehr den tatsächlichen Verhältnissen im Gelände. Massgeblich für Wanderer ist das im Gelände aktuelle signalisierte Wanderwegenetz.

In Obwalden gibt es 374 Wanderrouten und 651 Wegweiser, das ergibt fast 3000 neue Tafeln. Die Kosten von rund 500000 Franken tragen die Gemeinden, diejenigen für die Planung der Kanton.