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Obwaldner Zauberlaterne leuchtet neu im Pfarreisaal

Wegen der Sanierung des Kinos Seefeld in Sarnen werden die beliebten Filmvorführungen an einem neuen Standort gezeigt. Dort hat es sogar mehr Platz.
Philipp Unterschütz
Spannung vor der letzten Film-Vorführung der Zauberlaterne im Kino Seefeld Sarnen.

Spannung vor der letzten Film-Vorführung der Zauberlaterne im Kino Seefeld Sarnen.

Mit der Schliessung des Kinos Seefeld in Sarnen muss auch der Verein Zauberlaterne Obwalden umziehen. Seit der Gründung 1997 fanden Film-Vorstellungen für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren im Seefeld statt. Am vergangenen Mittwoch machte «Die rote Zora» den vorläufigen Abschluss im Seefeld.

Die Zauberlaterne ist beliebt in Obwalden. Der Dachverein aus Neuenburg, zu dem 75 regionale Klubs in der ganzen Schweiz gehören, will Kindern das Kino näher bringen – zum ersten Mal sollen sie alleine das Filmerlebnis im Kino geniessen können. Zwei Schauspielerinnen erklären vor dem Film in einer szenischen Einführung auf spielerische Art Hintergründe zum Film und über dessen Entstehung. Die Kinder werden von drei bis vier Helferinnen im Kinosaal betreut. Die jährlich neun Filme, die von Cinéasten in Neuenburg speziell für Kinder ausgewählt werden, hatten in Sarnen regelmässig rund 130 kleine Besucherinnen und Besucher. «Wir waren eigentlich immer ausverkauft», erklärt Vereinspräsidentin Michaela Hessler. Vor dem Umbau des Kinos Seefeld seien es jeweils sogar 200 Kinder gewesen. «Ich hatte immer mal wieder Rückmeldungen von enttäuschten Eltern, weil bereits alle Abos im Vorverkauf im September weg waren.»

«Sitzkissen-Kino» im Pfarreisaal

Doch bezüglich Besucherzahl könnte sich die Schliessung des Kinos als Glücksfall erweisen. «Wir haben im Pfarreisaal Sarnen eine neue Heimat gefunden und dort haben wir mehr Platz», erklärt Michaela Hessler. Eltern könnten künftig ihre Kinder auch noch vor der Vorstellung einschreiben. Auf eine erneute Vorverkaufsrunde verzichte der Verein, das wäre zu aufwendig.

Nach Rücksprache mit der Gemeinde sei bereits Anfang September klar gewesen, dass sich die Zauberlaterne wegen der Sanierung des Kinos Seefeld ein neues Lokal suchen müsse. Das sei nicht ganz einfach gewesen, sie habe auch etliche Absagen bekommen, erzählt die Vereinspräsidentin. Der Pfarreisaal sei eine sehr gute Lösung, auch wenn es halt kein Kino sei. «Zum Kinoerlebnis gehört eben ein dunkler Saal, Polstersessel und eine grosse Leinwand. Insofern hoffen wir natürlich, dass es nach der Sanierung im Seefeld wieder ein Kino gibt.» Michaela Hessler relativiert aber, dass die Kinder selbst das vielleicht anders empfinden würden. «Dafür haben wir jetzt im Pfarreisaal genug Platz, um ein ‹Sitzkissen-Kino› zu veranstalten.» Für dieses Erlebnis dürfen die Kinder ihre eigenen Kissen mitbringen und sich «gemütlich am Boden hinfläzen», um den Film zu geniessen. Falls der Versuch nicht ankommt, werden im Pfarreisaal wieder Stühle platziert.

Der Verein Zauberlaterne wird demnächst alle Mitglieder per Brief über alle Neuerungen informieren.

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