ÖKOLOGIE: Obwalden baut Anreize für sparsame Autos aus

Zuschläge für Benzinschleuder, Steuerrabatte für sparsame Autos: Die Obwaldner Regierung will die ökologische Verkehrssteuer weiter ausbauen.

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Besitzer von Autos, die wenig Benzin oder Diesel verbrauchen, sollen künftig einen noch höheren Steuerrabatt erhalten. (Archivbild Neue LZ)

Besitzer von Autos, die wenig Benzin oder Diesel verbrauchen, sollen künftig einen noch höheren Steuerrabatt erhalten. (Archivbild Neue LZ)

Wer im Kanton Obwalden ein energieeffizientes Auto fährt, wird für drei bzw. zwei Jahre von der Verkehrssteuer befreit. So will es eine Regelung, die seit dem Jahr 2009 in Kraft ist. Wer hingegen ein Auto fährt, das nicht effizient ist, zahlt einen Zuschlag von 60 Franken.

Der Obwaldner Regierungsrat schlägt nun vor, dass energieeffiziente Autos der Kategorie A künftig vier Jahre von Steuern befreit sein sollen und Autos der Kategorie B drei Jahre. «Die Steuerbefreiung wird erhöht, um den Anreiz zum Kauf energieeffizienter Autos nochmals zusätzlich zu stärken», schreibt die Staatskanzlei.

«Spritfresser»: Weniger stark besteuern

Für «Spritfresser», also Autos der Kategorie G und solche ohne Kategorie, will der Obwaldner Regierungsrat den Steuerzuschlag von 60 auf 45 Franken reduzieren. Für den grössten Teil der Autos, jene der Kategorien C bis F, gelte weder Bonus noch Malus. Der Regierungsrat schlägt auch vor, dass alle E-Bikes von der Steuer befreit werden sollen.

Wie die Obwaldner Staatskanzlei am Montag mitteilt, zeige der Wirkungsbericht der letzten Jahre, dass der Kauf von energieeffizienten Autos im Kanton stärker angestiegen sei, als die Anzahl Autos mit schlechten Effizienzwerten. Zudem ergab eine Umfrage, dass eine Steuerersparnis beim Autokauf eine Rolle spiele und als Kaufkriterium berücksichtigt werde. «Diese Indizien sprechen dafür, dass mit dem Rabattmodell die Förderung von energieeffizienten Autos erreicht wurde und beizubehalten ist», so die Staatskanzlei.

1,3 Millionen Franken Mehreinnahmen

Allerdings stellte der Regierungsrat fest, dass das Bonus-Malus-System nicht wie erwartet ertragsneutral ausfiel. Regierungsrätin Esther Gasser Pfulg bezifferte auf Anfrage die Mehreinnahmen, die es bei der Motorfahrzeugsteuer in den letzten fünf Jahren gegeben hat, auf total 1,3 Millionen Franken.

Gasser Pfulg erklärt dies damit, dass die Autos jährlich neu in die Effizienzkategorien eingeteilt würden. Dies habe dazu geführt, dass Autos neu in die tiefste Kategorie G gefallen seien.

Die Vorlage kommt nun in den Kantonsrat. Die Neuerungen sollen auf den 1. Januar 2015 in Kraft treten.

pd/rem