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Ohne neuen Rasen hätte FC Alpnach bald ausgespielt

Der 2007 erstellte Kunstrasenplatz des Fussballclubs Alpnach ist am Ende seiner Lebensdauer angelangt. Die Oberfläche muss spätestens in zwei Jahren erneuert sein. Wie der Club die knappe halbe Million dafür aufbringt, ist noch nicht klar.
Robert Hess
Der Kunstrasen von 2007 des Sportplatzes Städerried scheint intakt zu sein, doch das Bild täuscht. Seine Laufzeit ist zu Ende. (Bild Robert Hess, Alpnach, 17. März 2019)

Der Kunstrasen von 2007 des Sportplatzes Städerried scheint intakt zu sein, doch das Bild täuscht. Seine Laufzeit ist zu Ende. (Bild Robert Hess, Alpnach, 17. März 2019)


Das Schreiben der Sportplatzkommission des Innerschweizerischen Fussballverbandes (IFV) vom 20. Februar kam ausgerechnet zum 70-Jahr-Jubiläum des FC Alpnach, das übermorgen Samstag offiziell eröffnet wird (siehe Kasten). Der Brief war allerdings nicht etwa eine Gratulation zum Geburtstag des 1949 gegründeten Clubs. Im Gegenteil – er brachte eine unangenehme Botschaft: «Nach zwölf Jahren entspricht die Kunststoffrasenoberfläche im Städerried nicht mehr den Vorgaben des SFV» (Schweizerischen Fussballverbandes), heisst es im Schreiben an den neuen FCA-Präsidenten Güvenc Coban.

Und weiter heisst es da: «Der Rasenteppich würde einen Feldtest, welchen der SFV alle vier Jahre von den Vereinen einfordert, nicht mehr bestehen.» Ein Ersatz des Kunstrasens müsse innert zwei Jahren erfolgt sein, fordert die Sportplatzkommission des IFV. Im Klartext: Nach Ablauf dieser Zeit dürfen auf dem bestehenden Kunstrasen im Städerried keine Meisterschaftsspiele mehr durchgeführt werden.

Der Vorstand kann sich auch nicht einfach an den «Eigentümer der Sportanlage wenden, um das Problem zu besprechen und zu lösen», wie der Verband vorschlägt. Denn alle Bauten und Anlagen sind im Eigentum des Clubs, erklärte Finanzchef Albert Britschgi an einer Presseorientierung. «Der Verein trägt auch alle Kosten für den jährlichen Unterhalt sowie Strom, Wasser, Gas sowie die Kosten für den Platzwart und den Unterhalt der Maschinen und Geräte.»

Frühere Mitglieder des Vorstands helfen

Neben dem amtierenden Finanzchef Albert Britschgi haben sich der frühere langjährige Präsident Markus Bittel sowie sein damaliger Vizepräsident Gery Wetterwald bereit erklärt, den heutigen Vorstand bei der Führung des für den FC Alpnach «lebenswichtigen» Geschäfts zu unterstützen. Bittel und Wetterwald waren beim Bau des Kunstrasens 2007 im Amt und sie bringen aus dieser Zeit eine reiche Erfahrung bei der Evaluation und dem Bau eines Kunstrasens mit.

Ein neuer Rasenteppich – ein Schweizer Produkt – würde laut Finanzchef Britschgi rund 450'000 Franken kosten. Das ist viel Geld, aber immerhin «nur» rund die Hälfte der Investitionen beim Bau von 2007, denn der Unterbau von damals ist nach wie vor intakt. Der Fussballclub Alpnach sei selber nicht in der Lage, die 450'000 Franken aus eigener Kraft und eigenen Mitteln aufzubringen, hält Finanzchef Britschgi mit aller Deutlichkeit fest. Nur mit grossen Anstrengungen könnten die Jahresrechnungen einigermassen ausgeglichen gehalten werden. Dazu kommt, dass der Einbau des Rasenteppichs grösstenteils von Fachleuten vorgenommen werden muss, sodass nur wenig Frondienst möglich ist. Der provisorische Finanzierungsplan sieht vor, dass der FC Alpnach samt Swisslos-Beiträgen, Sponsoren- und Gönnerbeiträgen, Fest-Erträgen usw. sowie eigenen Mitteln total rund 150000 Franken aufbringen könnte. Von der Einwohnergemeinde erhofft man sich einen grösseren Beitrag. Gespräche laufen.

Für Albert Britschgi ist klar: «Bei einer allenfalls notwendig werdenden Verschuldung in der Höhe von 200'000 bis gar 300'000 Franken, verbunden mit Amortisationen und Zinszahlungen für die Realisierung der Kunstrasenerneuerung, müsste der Vorstand zum vornherein kapitulieren. Denn nur mit dem Rasenplatz rechts der Kleinen Schliere lasse sich ab 2020 kein ordentlicher Spielbetrieb mehr durchführen, sagt Britschgi.

Verein wird 70 Jahre alt

Der Fussballclub Alpnach ist am 13. Januar 1949 von 22 Aktivmitgliedern gegründet worden. Im Jubiläumsjahr 2019 besteht der Club aus 272 Mitgliedern – 140 Aktiven und 132 Junioren. Die 1. Mannschaft und das Damenteam spielen in der 3. Liga. Das 70-Jahr-Jubiläum wird am Samstag um 18 Uhr mit einem Sponsorenapéro anlässlich des ersten Rückrunden-Heimspiels der 3.-Liga-Mannschaft offiziell eröffnet. Das spätere Jubiläumsprogramm umfasst unter anderem am 28./29. Juni einen Gala-Abend, den Jubiläums-49er-Cup (Grümpelturnier) sowie einen Party-Betrieb, eine Tombola und die Lancierung eines Kunstrasen-Quadratmeterverkaufs.

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