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OK-Präsident der Obwaldner O-Tour: «Wünsche mir mehr Volksfest»

Kari Langensand war acht Jahre lang das Gesicht von O-Tour. Die Ausgabe des Bike-Marathons im September wird seine letzte als OK-Präsident sein. Ihm bleiben viele Highlights – und ein Wermutstropfen.
Interview: Matthias Piazza
Kari Langensand - hier mit Bike und Anhänger in Alpnach - gibt das OK-Präsidium der O-Tour ab. (Bild: Dominik Wunderli, Alpnach, 19. Juni 2019)

Kari Langensand - hier mit Bike und Anhänger in Alpnach - gibt das OK-Präsidium der O-Tour ab. (Bild: Dominik Wunderli, Alpnach, 19. Juni 2019)

Kari Langensand (39) hat seit 2011 als OK-Präsident mit seinem 30-köpfigen Organisationskomitee alljährlich den O-Tour-Bike-Marathon mit rund 250 Helfern organisiert. Gegen 1000 Teilnehmer wagen sich jeweils im Herbst auf den 86 Kilometer langen Marathon von Alpnach über den Langis und das Ächerli am Fusse des Stanserhorns oder begnügen sich mit kürzeren Varianten. Nach der diesjährigen Austragung am 8. September überlässt der Alpnacher das Präsidium seinem Nachfolger.

Warum hören Sie auf?

Kari Langensand: Als ich das Amt des OK-Präsidenten vor acht Jahren übernahm, stellte ich mich darauf ein, es drei, höchstens vier, Jahre auszuüben. Acht Jahre und neun Ausgaben sind definitiv genug. Seit vier Jahren führen meine Frau und ich den Landgasthof Schlüssel in Alpnach und wir haben einen zweieinhalbjährigen Sohn. Da bleibt einfach nicht mehr genug Zeit, um dem Präsidentenamt entsprechend gerecht zu werden.

Wie rutschten Sie in den Job als OK-Präsident hinein?

Der langjährige OK-Präsident Hans-Melk Reinhard, der den Anlass als zweiter OK-Präsident geführt hatte, fragte mich an. Ich bin zwar kein verbissener Biker, aber mit dieser schönen Aufgabe konnte ich den Kontakt zu meinem Heimatkanton behalten, denn ich arbeitete damals bei Schweiz Tourismus in Zürich als Produktmanager Winter, ein Job, der sich besser mit dem Engagement als OK-Präsident vereinbaren liess.

Was fasziniert Sie an diesem Anlass?

Einerseits das Sportliche. Der O-Tour-Marathon ist in der Biker­szene zu einem festen Wert geworden. Die andere Ebene ist der Volksfestcharakter.

Was war für Sie das Highlight?

Das ist schwierig zu sagen. Aber unvergessen bleibt mir die Ausgabe von 2014, als wir das Ziel von 1000 Teilnehmern mit 973 Teilnehmern nur haarscharf verpassten.

Wie hat sich der O-Tour-Marathon unter Ihrer Ägide entwickelt?

Als ich neu dazukam, wurde gerade die neue Kategorie ohne Zeitmessung eingeführt. Die Teilnehmerzahl dieser Fun-Kategorie ist von anfänglich 25 auf über 150 angewachsen. In den vergangenen Jahren kamen viele weitere Sparten dazu, so auch eine Kategorie für E-Mountainbikes. Diese versuchen wir noch weiter auszubauen. Mittlerweile kann bei O-Tour jeder im Alter von 1 bis 99 mitmachen.

Ist das jeweils ein Kraftakt, 120000 Franken und 250 Helfer aufzutreiben?

Mit den Jahren wurde es einfacher. Wir können auf treue Sponsoren zählen, die knapp die Hälfte der Kosten decken, die übrigen Einnahmen kommen grösstenteils aus den Startgeldern. Auch die Helfer sind uns treu und das Bewilligungsprozedere mit den Behörden läuft sehr routiniert, auch weil wir an den Routen festhalten. Mit den Anwohnern haben wir ebenfalls ein gutes Einvernehmen. Rund 90 Prozent beim Organisieren ist zur reinen Fleissaufgabe geworden. Der Rest ist eine Knacknuss.

In welche Richtung soll sich der Anlass entwickeln?

Ich wünsche mir noch mehr Volksfest auf zwei Rädern.

O-Tour-Marathon: Sonntag, 8. September. Weitere Informationen: www.o-tour.ch.

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