«OLDTIMER IN OBWALDEN»: Nun fahren Obwaldens Oldtimer durch Luzern

Die von «Oldtimer in Obwalden» (O iO) durchgeführte Oldtimerparade fährt am Pfingstsonntag wegen des Ruhetagsgesetzes nicht mehr nach Engelberg und weicht deshalb heuer nach Beromünster aus – mit Durchfahrt in Luzern.

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Impression vom Oldtimertreffen in Sarnen vom Jahr 2006. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Impression vom Oldtimertreffen in Sarnen vom Jahr 2006. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Bereits zum neunten Mal lädt Gründer und Organisator Ruedi Müller am Pfingstwochenende «seine Oldtimerfamilie» aus der ganzen Schweiz nach Obwalden ein. Und die Besitzer schöner alter Autos lassen sich auch dieses Jahr nicht zweimal bitten: Insgesamt über 400 Fahrzeuge präsentierten sie am Samstag in Sarnen.

Der Anlass beginnt um 10 Uhr mit einem Muttertagskonzert der Feldmusik Sarnen. Um 10.30 Uhr werden die Oldtimer eintreffen. Neben der SMS-Wahl des schönsten Oldtimers stehen auch wieder kostenlose Passagierfahrten auf dem Programm. Das älteste Auto wird die Startnummer 001 eintragen – zurzeit ein Dampfauto aus dem Jahr 1900. Der Anlass zieht jeweils tausende Zuschauer an.

Mit Bewilligung am See entlang
Neu führt der Oldtimerkorso am Pfingstsonntag nicht mehr nach Engelberg, sondern nach Beromünster – mit einem Zwischenstopp in der Stadt Luzern. Gemäss Medienmitteilung werden rund 250 Fahrzeuge um 9.15 in Kägiswil starten. Von dort geht es über Alpnachstad dem See entlang nach Hergiswil, über den Winkel bei Horw nach Sankt Niklausen und Kastanienbaum in die Stadt Luzern (Ankunft zirka 9.45 Uhr). Für die Fahrt über den Winkel sei eine Bewilligung eingeholt worden.

Hier geht der Tross vom KKL über die Seebrücke zum Schweizerhofquai, wendet dort und fährt via Pilatusplatz nach Kriens, wo die Reise über Malters, Neuenkirch, Sempach bis nach Beromünster weitergeht. Mit der Ankunft wird um 10.30 Uhr gerechnet.

Ruhetagsgesetz schiebt Riegel vor
Weshalb geht die Fahrt am Pfingstmontag denn dieses Jahr nicht nach Engelberg? «Schuld daran ist das Ruhetagsgesetz», sagt Organisator Ruedi Müller. Der Obwaldner Kantonsrat hat das Ruhetagsgesetz aus dem Jahre 1975 Ende April 2007 revidiert und dabei das bestehende Verbot von nichtreligiösen Veranstaltungen an den fünf hohen Feiertagen unverändert übernommen. Deshalb weicht Müller nun nach Beromünster aus: «Die Route dorthin ist vielen Fahrern bekannt, weil wir schon einmal eine Oldtimerfahrt dorthin unternommen haben – jedoch nicht über die Stadt Luzern.»

Und wenn man den Anlass am Montag mit einer Autosegnung verbinden würde, womit das Ganze als religiöser Anlass gelten könnte und somit nicht mehr mit dem Ruhetagsgesetz in Konflikt käme? «Das kommt für mich überhaupt nicht in Frage», sagt Müller. «Dahinter könnte ich nicht stehen. Falls es wirklich so etwas wie einen lieben Gott gibt, hat dieser bestimmt anderes zu tun, als Fahrzeuge zu segnen, denken Sie nur an die aktuelle Situation in Burma.»

scd/rh

Diashow vom Oldtimertreffen 2007: