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OLYMPISCHE SPIELE: Stimmt Obwalden über «Sion 2026» ab?

Aus Obwalden könnte eine halbe Million Franken an die Kandidatur von «Sion 2026» fliessen. Sollten die Spiele stattfinden, könnte das Volk das letzte Wort haben.
Markus von Rotz
Ein Komitee wirbt für Olympische Winterspiele im Wallis. (Bild: Olivier Maire / Keystone (Sion, 14. März 2018))

Ein Komitee wirbt für Olympische Winterspiele im Wallis. (Bild: Olivier Maire / Keystone (Sion, 14. März 2018))

Markus von Rotz

markus.vonrotz@obwaldnerzeitung.ch

Die Obwaldner Regierung hat zwei Seelen in ihrer Brust, was eine Unterstützung der Walliser Olympia-Kandidatur 2026 angeht. Zum einen begrüsst sie die Bestrebungen und kündigt auch Unterstützung an. Gleichzeitig ist es ihr ein Dorn im Auge, dass das Schweizer Volk über den versprochenen Bundesbeitrag nicht abstimmen kann. Sie macht darum Vorbehalte zu ihrem finanziellen Engagement.

Neben der Gemeinde Engelberg, die als möglicher Teil-Austragungsort 100000 Franken zugesichert hat, kann sich der Regierungsrat einen Beitrag von 400000 Franken aus Swisslos-Mitteln an die Kandidaturkosten vorstellen. In dieses Kässeli fliessen pro Jahr rund 2 Millionen Franken. Die Regierung sieht gute Gründe: Es könne eine Breitenwirkung zur Förderung des Wintersports erzielt werden. Die Erfolge der Obwaldner Sportler in Pyoengchang hätten bereits Signalwirkung gehabt und den Ruf der Sportmittelschule in Engelberg «als Kaderschmiede» gefestigt. Gegenüber dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) nennt die Regierung schliesslich die Teilnahme Engelbergs als möglicher Standort (Skispringen und nordische Kombination) als «grosse Chance für die Volkswirtschaft wie auch für den Tourismus insbesondere in Engelberg» sowie im Kanton und in der Zentralschweiz. Die Regierung zeigt sich mit dem Bundesrat einer Meinung, dass «die Organisation Olympischer und Paralympischer Winterspiele ein Projekt mit grosser internationaler Ausstrahlung ist und für den beauftragten Staat eine grosse Chance darstellt».

Das grosse Aber ist ein demokratisches

Die Regierung sichert ihren Beitrag an die Kandidatur «unter dem ausdrücklichen Vorbehalt» zu, dass die Beiträge des Bundes, des Kantons und der Gemeinden Sitten und Kandersteg bewilligt werden. Und übt gleichzeitig «Kritik am politischen Legitimationsprozess», weil weder eine Abstimmung über die Durchführung noch über den «nicht unerheblichen finanziellen Beitrag des Bundes» geplant sei. «Willensäusserungen der Bevölkerung sind lediglich bei Befragungen und Teilabstimmungen in betroffenen Orten und Kantonen vorgesehen.»

Je nachdem, wie viel Geld am Schluss bei einer Vergabe an die Schweiz von Obwalden erwartet werde, behält sich die Regierung vor, «einen Kredit beim Kantonsrat einzuholen oder eine Volksabstimmung durchzuführen». Volkswirtschaftsdirektor Niklaus Bleiker sagt trotz viel Sympathie für Spiele in der Schweiz: «Es überwiegt der Unmut, dass man nicht von Anfang an eine Volksabstimmung gemacht hat. Offenbar hat man Angst vor dem Volk.» Die späteren Kosten seien noch nicht abschätzbar, weshalb die Regierung weitere Abklärungen etwa zu den Sicherheitskosten verlangt. Bisherige Budgets beruhten auf Schätzungen und lägen «massiv unter denjenigen vorhergehender Austragungsorte». Solche Fragen seien unbedingt zu klären, schreibt sie.

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