ORTSPLANUNG: Sarner Parkzone für gute Steuerzahler geplant

Die neue Sarner Ortsplanung liegt im Entwurf vor. Zwei so genannte Parkzonen sollen grosse Parzellen für hohe Wohnansprüche schaffen.

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Philipp Noger, Leiter Abteilung Planung bei der Einwohnergemeinde Sarnen, zeigt auf dem neuen Ortsplan das Gebiet Spis an der Strasse Sarnen-Stalden. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Philipp Noger, Leiter Abteilung Planung bei der Einwohnergemeinde Sarnen, zeigt auf dem neuen Ortsplan das Gebiet Spis an der Strasse Sarnen-Stalden. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Mit der Parkzone will die Gemeinde Sarnen ein zentrales Ziel der Langfriststrategie 2012+ des Regierungsrates erfüllen. Um die Steuereinnahmen im Kanton zu steigern, sollen nämlich zusätzliche finanziell gut gestellte Privatpersonen sowie neue Unternehmen angelockt werden. Dazu braucht es neben einem attraktiven Steuergesetz aber entsprechende Baulandangebote.

Die Regierung hat zwar Anfang April die Absicht erklärt, bei der Umsetzung der neuen Richtplanung selber kantonale Zonen mit hoher Wohnqualität zu schaffen. «Doch die Gemeinde Sarnen will ihren eigenen Weg gehen und hat deshalb in der neuen Ortsplanung die Parkzone geschaffen», sagte Gemeindepräsident Werner Stauffer an einer Medien- und Parteiorientierung.

Mindestens 1800 Quadratmeter
Laut dem revidierten Sarner Bau- und Zonenreglement, «dient die Parkzone der Realisierung von Wohnbauten für gehobene Wohnbedürfnisse in parkartiger Umgebung». Andere Nutzungen sind hier nicht zulässig.

Die einzelnen Parzellen in der Parkzone müssen eine Mindestgrösse von 1800 Quadratmetern aufweisen. «Damit wird der Kreis der möglichen Käufer von vornherein auf finanziell besser gestellte Personen eingeschränkt», so Gemeindepräsident Stauffer. Ganz im Sinne der kantonalen Steuerstrategie.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Obwaldner Zeitung.