Papierloser Kantonsrat verzögert sich in Obwalden

Eine entsprechende Motion wurde am Donnerstag in ein Postulat abgeschwächt.

Franziska Herger
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(sda/fhe) Der Kanton Obwalden wechselt nicht so schnell vom guten alten Papier zu elektronischen Unterlagen für den Kantonsrat. Das Parlament hat am Donnerstag eine entsprechende Motion in ein Postulat abgeschwächt. Motionärin Cornelia Kaufmann (CVP, Engelberg) sagte im Rat, die Digitalisierung schreite voran.

Der Regierungsrat hatte die Umwandlung in ein Postulat vorgeschlagen, auch damit die technischen und infrastrukturellen Voraussetzungen im Kantonsratssaal abgeklärt werden können. So viel gebe es hier nicht abzuklären, entgegnete Cornelia Kaufmann. Es fehle an Strom und am Internetzugang zur Sichtung elektronischer Sitzungsunterlagen und an einer vernünftigen Mikrofonanlage. «Das ist keine Hexerei.»

Die Tontechnik soll in den nächsten Jahren ersetzt werden. Daher sei der Zeitpunkt ideal, um auch einen Stromanschluss und Internetzugang für alle Kantonsräte einzuführen, so Kaufmann. Sie werde sich aber dem Antrag der Regierung nicht widersetzen. Das Postulat wurde mit 51 zu 1 Stimme bei 0 Enthaltungen überwiesen.