Pater stolpert über Internetaffäre

Er wollte nur armen Leuten helfen – und wurde Opfer eines Internet-Betrugs. Das hat dem Kaplan von Flüeli-Ranft nun den Job gekostet.

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Pater Louis Zimmermann wurde von Flüeli-Ranft abgezogen. (Bild: Marion Wannemacher)

Pater Louis Zimmermann wurde von Flüeli-Ranft abgezogen. (Bild: Marion Wannemacher)

Entgegengesetzter könnten die Positionen kaum sein: «Wir haben die Notbremse gezogen», sagt Josef Meili, Generaloberer der Missionsgesellschaft Bethlehem Immensee. «Diese Geschichte wird eine für mich positive Wende nehmen», ist hingegen Pater Louis Zimmermann (71) überzeugt. Er war seit März als Kaplan im Flüeli tätig und wurde Ende August nach Immensee zurückberufen, sein Arbeitsverhältnis in der Kirchgemeinde Sachseln in Absprache mit dem Generalvikariat Urschweiz per Ende September gekündigt.

Er bettelte Geld bei Privatpersonen

Der Grund: Pater Louis soll bei Privatpersonen Gelder erbettelt haben, um eine vermeintliche Erbschaft zu Gunsten von Entwicklungshilfeprojekten auszulösen. «Pater Louis ist bedauerlicherweise Opfer einer üblen Internet-Betrugsgeschichte geworden», begründet die Kirchgemeinde die Freistellung des Kaplans im Pfarrblatt. «Mit einer üblen Internetgeschichte hat das Ganze nichts zu tun. Das ist eine These und Behauptung», entgegnet der Betroffene.

Christoph Riebli

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