Peak Bergsport in Sarnen in neuen Händen

Karin Burch führt das traditionsreiche Bergsportgeschäft von Erich Anderhalden und Sepp Odermatt weiter. Die beiden Gründer werden dem Unternehmen allerdings verbunden bleiben.

Patricia Helfenstein-Burch
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Die neue Geschäftsführerin Karin Burch zwischen Erich Anderhalden (l.) und Sepp Odermatt. (Bild: Patricia Helfenstein-Burch (Sarnen, 25. Oktober 2018))

Die neue Geschäftsführerin Karin Burch zwischen Erich Anderhalden (l.) und Sepp Odermatt. (Bild: Patricia Helfenstein-Burch (Sarnen, 25. Oktober 2018))

Seit 1995 gibt es ihn schon, den Bergsport-Shop an der Kernser-strasse in Sarnen, den die Besitzer selber als klein aber fein bezeichnen. Gegründet wurde Peak Bergsport damals von Erich Anderhalden aus Sarnen und Roger Amrein aus Dallenwil. Als Roger Amrein nach zwei Jahren tödlich verunfallte, trat Sepp Odermatt aus Stans-Oberdorf in die Firma ein. Während über 20 Jahren führten die beiden das Geschäft erfolgreich miteinander und sie sind stolz auf «diesen Beweis einer guten Zusammenarbeit von Obwaldner und Nidwaldner», wie Sepp Odermatt mit einem Lachen sagt.

In all den Jahren sind die beiden aber nebst dem Bergsportgeschäft in Sarnen weiteren Tätigkeiten nachgegangen. Erich Anderhalden ist diplomierter Bergführer und Skilehrer und seit 1986 in den Alpen und weltweit auf Bergsteigerreisen unterwegs. Auch Sepp Odermatt arbeitet seit bald 20 Jahren als Bergführer im ganzen Alpenraum. Nebenbei ist er als Rettungschef der Bergrettungsstation Stans und als Mechaniker bei der Brunnibahn in Engelberg tätig. Von Peak Bergsport alleine hätten die beiden nicht leben können. Die verschiedenen Tätigkeiten, die sie ausübten, waren aber stets eine gegenseitige Bereicherung und Unterstützung, wie sie betonen.

Die neuen Hände sind vertraute Hände

Karin Burch aus Sarnen, die Peak Bergsport Anfang Oktober 2018 zusammen mit Peter Ballmer und Maja Rühlin in einer GmbH übernommen hat, arbeitet bereits seit sechs Jahren bei Peak. Seit Oktober dieses Jahres ist sie nun alleine operativ im Geschäft tätig. Nebst dem 60-Prozent-Pensum bei Peak arbeitet sie in einem Teilzeit-Pensum in der Kindertagesstätte Konfetti in Ennetbürgen. Von Peak Bergsport alleine könnte auch sie nicht leben.

Wie ihre Vorgänger ist auch Karin Burch eine passionierte Berggängerin. Sie ist J+S-Tourenleiterin und engagiert sich aktiv bei den Bergfreunden Luzern. Mit ihrem weissen Schäferhund Laska ist sie immer wieder in den Bergen unterwegs. Und weil sie die Bedürfnisse von Hundehaltern und Hunden bestens kennt, führt sie neu auch ein umfangreiches Sortiment an Utensilien für den Hund.

Ein Fachgeschäft kann dem Online-Handel Paroli bieten

Karin Burch ist überzeugt, dass ein kleines Bergsportgeschäft sich auch in Zeiten von Online-Handel und nebst grossen Sportgeschäften behaupten kann. «Unsere Stärke liegt in der persönlichen und individuellen Beratung», so Karin Burch. Sie sieht das Internet nicht als eine Konkurrenz, sondern als eine Zeiterscheinung, mit der man zusammenarbeiten muss und die auch positive Aspekte hat. «Es kommen auch Kunden ins Geschäft, die sich im Internet umfänglich informiert haben und darum schon genau wissen, was sie wollen», erklärt Karin Burch einen der Vorteile.

Bergsport ist nicht nur eine Trendsportart

Erich Anderhalden sagt: «Bergsport ist nicht bloss eine kurzlebige Trendsportart. Darum sind wir überzeugt, dass Peak Bergsport auch weiterhin erfolgreich sein wird.» Und Sepp Odermatt ergänzt: «Ich glaube, die Leute werden immer mehr in die Berge gehen und sich in der Natur bewegen wollen. Und dafür brauchen sie gutes, individuell passendes Material».

Die beiden Bergler werden in Zukunft selber vermehrt in der freien Natur anzutreffen sein. Aber auch bei Peak Bergsport, wo sie Karin Burch bei Bedarf beratend zur Seite stehen, wird man Erich Anderhalden und Sepp Odermatt bestimmt hin und wieder antreffen.