PETITION: Verleger fordert Regierungsrat zur Umkehr auf

Obwalden soll – trotz des Volkneins – nochmals die finanziellen Beiträge an überregionale Kultureinrichtungen überdenken. Das verlangt der bekannte Verleger Martin Wallimann in einer Petition.

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Martin Wallimann in seinem Atelier in Alpnach. (Archivbild Michael Buholzer/Neue LZ)

Martin Wallimann in seinem Atelier in Alpnach. (Archivbild Michael Buholzer/Neue LZ)

Wallimanns zusammen mit der Organisation Kulturfenster lancierte Petition stellt eine Reaktion auf das Sistieren der Luzerner Gelder an Obwaldner Kulturveranstaltungen dar (siehe Artikelverweis).

Folgen für die Kulturschaffenden
Das Volksnein zum Kulturlastenausgleich werde künftig die Zusammenarbeit bei weiteren interkantonalen Projekten stören und sich auf die «Langfriststrategie 2012+» im Kanton Obwalden auswirken, bringen die Initianten in einem Communiqué vom Freitag ihre Befürchtungen zum Ausdruck. Des Weiteren werde dieser Entscheid negative Folgen für Obwaldner Kulturschaffende ausserhalb der Kantonsgrenzen haben: «Beiträge von Stiftungen und anderen Geldgebern ausserhalb des Kantons Obwalden werden geringer ausfallen oder ganz ausbleiben.» Diese «Verärgerungen über das unsolidarische Verhalten» würden wiederum wirtschaftliche Reaktionen hervorrufen.

Verärgerung über Stadtluzerner SVP
«Die Stimmbürger wurden vor der Abstimmung durch unwahre Angaben, seitens des Referendumsstellers SVP sehr verunsichert und unzulänglich informiert», heisst es weiter. Während des Wahlkampfes habe zudem die SVP der Stadt Luzern in die innerkantonale Abstimmungskampagne Obwaldens eingegriffen, was nicht Rechtens sei.

Die gesammelten Unterschriften der Petition werden am 13. März der Regierung überreicht, wie es weiter heisst.

scd