Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Petra Gössi beehrte die Obwaldner FDP

Die Kantonalpartei lud zum Wahlanlass mit der nationalen Parteipräsidentin in Alpnach.
Petra Gössi an einer Podiumsveranstaltung in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 10. Mai 2017)

Petra Gössi an einer Podiumsveranstaltung in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 10. Mai 2017)

Einen nicht alltäglichen Gast durfte Brigitte Breisacher, CEO der Alpnach Norm, begrüssen. Petra Gössi, Präsidentin der FDP Schweiz, besuchte auf Einladung der FDP Obwalden einen Podiumsanlass zu Ausbildung, Digitalisierung und Klima. Breisacher nutzte die Gelegenheit, um einen Blick auf die Geschichte der Firma, die Beiträge der Theo-Breisacher-Stiftung an Jugendliche in Ausbildung und das Engagement der Firma bei der Lungern-Turren-Bahn zu werfen.

Breisacher und Nationalratskandidat Marco De Col standen dann alt Regierungsrat Paul Federer zu aktuellen Themen aus Politik und Wirtschaft Red und Antwort. Gut 35 Interessierte hatten sich dazu vergangenen Mittwoch eingefunden.

Debatte um Digitalisierung und Klimapolitik

In der Diskussion betonte Breisacher die Bedeutung des Bildungssystems für die hohe Qualität des Handwerks und der KMU im Land. De Col monierte die oft fehlenden Anreize für Unternehmen, auch tatsächlich auszubilden. Petra Gössi nannte eine gesunde Mischung als Rezept zum Erfolg. Arbeitskräfte über 50 Jahre müssten aufgrund ihrer unschätzbaren Erfahrung eine genauso wichtige Rolle einnehmen, wie die vielleicht dynamischeren und flexibleren jungen Arbeitnehmenden.

In puncto Digitalisierung betonte sie den unersetzlichen Faktor Mensch bei der Qualitätssicherung und stellte klar, dass die Politik sich nicht in die Inhalte von Lehrplänen einmischen sollte, sondern dies zwischen den Schulen und Branchen geregelt werden müsse.

Beim Thema Verkehr legte Gössi grossen Wert auf die Feststellung, dass keine Verkehrsmittel gegeneinander ausgespielt werden dürften, während De Col vor allem auf die Nähe von Arbeits- und Wohnort setzt. Zur Umwelt- und Klimapolitik sagte Gössi, die FDP wolle als Gegenpol zur links-grünen Verbotspolitik dastehen. Bei der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens seien Kostentransparenz und Finanzierbarkeit von Massnahmen zentral. Lenkungsabgaben sollen keine versteckte Steuer sein.

Konkrete Forderungen an die Politik stellte Unternehmerin Brigitte Breisacher vor allem in Sachen Geschwindigkeit der Verfahren. Während in China ein Super-Flughafen in vier Jahren gebaut sei, verbringe die Schweiz diese Zeit schon alleine mit Diskussionen. «Man muss in der Schweiz nicht immer alles vergolden und die Sesselkleber in den Amtsstuben sollen doch mal ihren gesunden Menschenverstand gebrauchen.»

Kein Stimmzwang, aber manchmal lieber Schweigen

Für Lacher bei den Teilnehmern und Zuschauern sorgte die Frage, ob es in der FDP-Fraktion einen Fraktions-Stimmzwang gebe oder ob ein freisinniger Nationalrat wie De Col auch seine eigene Meinung vertreten dürfe. Gössi sagte, innerhalb der FDP sei jede Meinung willkommen. Es gebe keinen Fraktionszwang, aber man müsse ja nicht zu jedem Thema, bei dem man anderer Meinung sei, gleich das Wort ergreifen. Manchmal sei Schweigen besser. (pd)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.