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Petrus gab am Brünigschwinget den Tenübefehl durch

Brünig Bergschwinget oder militärischer Anlass? Diese Frage hätte man sich gestern auf dem Brünig stellen können.
Robert Hess
Brünig-Schwinget bei Dauerregen: Das Tenü am Brünig für Mann und Frau war die Regenpelerine (Bild: Robert Hess, Brünig, 28. Juli 2019)

Brünig-Schwinget bei Dauerregen: Das Tenü am Brünig für Mann und Frau war die Regenpelerine (Bild: Robert Hess, Brünig, 28. Juli 2019)

Hätten die auf der Brünigpass-Strasse fahrenden ausländischen Touristen in die Arena blicken können, wäre die Frage, was da eigentlich passiert, gar nicht so abwegig gewesen. Männer und Frauen jeder möglichen Länge und Breite waren in Pelerinen gekleidet, die nach Ende ihrer Karriere als militärisches Kleidungsstück noch das Gnadenbrot als wirksamer ziviler Regenschutz an Schwingfesten und ähnlichen Veranstaltungen geniessen dürfen.

Am wärmenden Cheli kam man am Brünig diesmal erst recht nicht vorbei. (Bild Robert Hess, Brünig, 28. Juli 2019)

Am wärmenden Cheli kam man am Brünig diesmal erst recht nicht vorbei. (Bild Robert Hess, Brünig, 28. Juli 2019)

Wahrscheinlich war für «Feldweibel» Petrus als himmlischer Wettermacher die Zeit gekommen, die Pelerinen wieder einmal einer persönlichen Inspektion zu unterziehen. Das Aufgebot dazu war einfach: Petrus musste lediglich Meteo Schweiz dazu veranlassen, für Sonntag Dauerregen auf dem Brünig anzusagen. Gesagt, getan! Und weil die Wetterprognose ausnahmsweise stimmte, verhüllten sich gestern Tausende von Besucherinnen und Besuchern des Brünig-Schwingets mit der Pelerine. Und damit wäre für jeden Touristen die Frage beantwortet: Es ist kein militärischer, sondern ein sportlicher Anlass.

Festverschiebung war kein Thema

Rund 120 Schwinger, 200 Helferinnen und Helfer und rund 6000 Zuschauer erlebten denn auch einen Brünig-Schwinget unter garstigen Wetterbedingungen. Ausgezeichneter Sport während des ganzen Tages vor einem gut gelaunten Publikum sorgte für den Ausgleich.

Zum 20 Mal kochte Küchenchef Pius Furrer aus Ennetbürgen den nach wie vor belieben Spatz. (Bild Robert Hess, Brünig, 28. Juli 2019)

Zum 20 Mal kochte Küchenchef Pius Furrer aus Ennetbürgen den nach wie vor belieben Spatz. (Bild Robert Hess, Brünig, 28. Juli 2019)

Da und dort war bereits am Samstag die Frage aufgeworfen worden, weshalb das Fest bei diesen Wetteraussichten nicht um eine Woche verschoben werde. «Was wäre denn ein Grund dafür?» geht deshalb die Frage an den OK-Präsidenten Walter von Wyl. «Wenn beispielsweise für den Sonntag schwere Gewitter mit starken Regenfällen und/oder stürmischen Winden vorausgesagt würde, dann könnte das tatsächlich ein Verschiebungsgrund aus Sicherheitsgründen sein», sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Der für diesen Sonntag vorausgesagte Dauerregen genüge dazu nicht, OK und Helfer seien darauf vorbereitet. Das OK verschiebe den Anlass auch «sehr ungern», weil eine Anzahl von angemeldeten Schwingern am Verschiebungstag andere Verpflichtungen hätten, sodass man einige Absenzen in Kauf nehmen müsste.

Pirmin Reichmuth feiert seinen Festsieg nach dem gestellten Schlussgang gegen Joel Wicki beim traditionellen Brünig-Schwinget. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)Pirmin Reichmuth feiert seinen Festsieg nach dem gestellten Schlussgang gegen Joel Wicki beim traditionellen Brünig-Schwinget. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)
Regnerisches Sommerwetter am diesjährigen Brünigschwinget. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)Regnerisches Sommerwetter am diesjährigen Brünigschwinget. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)
Am Cheli kommt man am Brünig nicht vorbei. (Bild: Robert Hess, Brünig, 28. Juli 2019)Am Cheli kommt man am Brünig nicht vorbei. (Bild: Robert Hess, Brünig, 28. Juli 2019)
Trotz des Regens herrscht Freude pur bei den jungen Damen aus Kerns und Hasliberg. (Bild: Robert Hess, Brünig, 28. Juli 2019)Trotz des Regens herrscht Freude pur bei den jungen Damen aus Kerns und Hasliberg. (Bild: Robert Hess, Brünig, 28. Juli 2019)
Die Schwinger Fans beobachten zwei Schwinger im 1. Gang. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)Die Schwinger Fans beobachten zwei Schwinger im 1. Gang. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)
Zur Tradition gehören die Älplermagronen einer Gruppe aus Horw, die im Wald oberhalb der Arena kocht. (Bild: Robert Hess, Brünig, 28. Juni 2019) Zur Tradition gehören die Älplermagronen einer Gruppe aus Horw, die im Wald oberhalb der Arena kocht. (Bild: Robert Hess, Brünig, 28. Juni 2019)
Zum 20. Mal kocht Küchenchef Pius Furrer aus Ennetbürgen den nach wie vor belieben Spatz. (Bild: Robert Hess, Brünig, 28. Juli 2019)Zum 20. Mal kocht Küchenchef Pius Furrer aus Ennetbürgen den nach wie vor belieben Spatz. (Bild: Robert Hess, Brünig, 28. Juli 2019)
Pirmin Reichmuth (rechts) gegen Benji von Ah im 5. Gang. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)Pirmin Reichmuth (rechts) gegen Benji von Ah im 5. Gang. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)
Regenschutz ist für die Zuschauer am Sonntag auf dem Brünig Pflicht. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)Regenschutz ist für die Zuschauer am Sonntag auf dem Brünig Pflicht. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)
Pirmin Reichmuth (rechts) gegen Joel Wicki im Schlussgang. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)Pirmin Reichmuth (rechts) gegen Joel Wicki im Schlussgang. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)
Die Schwingerfans trotzen dem regnerischen Sommerwetter. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)Die Schwingerfans trotzen dem regnerischen Sommerwetter. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)
Matthias Aeschbacher im 4. Gang. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)Matthias Aeschbacher im 4. Gang. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)
Die Schwingerfans trotzen dem regnerischen Sommerwetter. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)Die Schwingerfans trotzen dem regnerischen Sommerwetter. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)
Florian Gnägi (rechts) gegen Marcel Mathis im 4. Gang. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)Florian Gnägi (rechts) gegen Marcel Mathis im 4. Gang. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)
Michael Gwerder (links) gegen Ruedi Roschi im 5. Gang. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)Michael Gwerder (links) gegen Ruedi Roschi im 5. Gang. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)
Joel Wicki (links) gegen Christian Schuler. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)Joel Wicki (links) gegen Christian Schuler. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)
Joel Wicki während dem 1. Gang. Er siegt gegen den Berner Bernhard Kämpf (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)Joel Wicki während dem 1. Gang. Er siegt gegen den Berner Bernhard Kämpf (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)
Marcel Mathis im 1. Gang beim traditionellen Brünigschwinget: Er lässt sich vom schlechten Wetter nicht beeindrucken. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)Marcel Mathis im 1. Gang beim traditionellen Brünigschwinget: Er lässt sich vom schlechten Wetter nicht beeindrucken. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 28. Juli 2019)
Brünig-Schwinget bei Dauerregen: Grossaufmarsch der Zuschauer am frühen Morgen beim Bahnhof Brünig-Hasliberg. (Bild: Robert Hess, 28. Juli 2019)Brünig-Schwinget bei Dauerregen: Grossaufmarsch der Zuschauer am frühen Morgen beim Bahnhof Brünig-Hasliberg. (Bild: Robert Hess, 28. Juli 2019)
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Das verregnete Brünigschwinget

Keine Frage, dass bei diesem Dauerregen die Festzelte bereits ab dem frühen Morgen sehr stark belegt waren.

Überall Schutz vor Regen gesucht

Vor allem in der Mittagspause begann die Suche nach einem schützenden Raum für eine gewisse Zeit. Da dieser in der Arena beschränkt ist, führte die «Prozession» der Zuschauer unter anderem auf das Bahnhofareal, wo jedes noch so kleine Vordach als Regenschutz diente.

Bei vielen andern Sportarten würden die Sportreporter von Radio und TV bei diesen Bedingungen melden müssen: «Die Zuschauer beginnen abzuwandern.» Nicht so am Sonntag am Brünig-Schwinget: Die rund 6'000 echten Schwingerfreunde harrten bis zum Schlussgang Reichmuth/Wicki aus und erlebten den ersten Brünig-Sieg des Zugers Pirmin Reichmuth.

So gesehen unterstützten die Zuschauer auch den Beschluss des OK, das Fest trotz ungünstiger Wettervoraussagen durchgeführt zu haben.

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