Pfadi-Verbot an Schule

Immer mehr Organisationen wollen in der Schule Werbung machen. Das führt zu Konflikten.

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Alexander Pfister, Jérome Ghilardi und Marcel Büttikofer (v.l.n.r) von der Pfadi Cham-Steinhausen «Winkelried». Hier sitzen sie im Juli 2008 im BULA an der Linthebene auf ihrem Pfadi-Turm. (Bild: Fabienne Arnet / Neue ZZ)

Alexander Pfister, Jérome Ghilardi und Marcel Büttikofer (v.l.n.r) von der Pfadi Cham-Steinhausen «Winkelried». Hier sitzen sie im Juli 2008 im BULA an der Linthebene auf ihrem Pfadi-Turm. (Bild: Fabienne Arnet / Neue ZZ)

Früher war gang und gäbe, dass Pfader die Klassen besuchten, um sich und die Pfadi vorzustellen. Nach einem Verbot in Cham sind die Pfader nun aber auch in Oberwil unter Druck: «Das Vorstellen während der Unterrichtszeit kann ich nicht mehr bewilligen», schreibt Oberwils Schulhausleiter Toni Schuler an Wölflileiter Bastian Schmid in einem Mail.

Wer darf an Schulen für sich Werbung machen? Pro-Rektorin Esther Brandenberg betont die Wichtigkeit der Jugendorganisationen und spricht sich deutlich gegen ein Verbot für die Werbung der Pfader in den Klassen aus.

Die Schulen würden von Werbeanfragen regelrecht überflutet, weist Jürg Portmann, Präsident der kantonalen Rektorenkonferenz, auf die Problematik hin. «Wir Zuger Rektoren sind uns einig: Die Ortsvereine müssen bevorzugt werden, und die Entscheide sollen in den Gemeinden oder den Schulhäusern getroffen werden.»

Offen werden Werbeauftritte im Kanton Luzern gehandhabt. Bildungsdirektor Anton Schwingruber ist der Meinung, dass Organisationen wie Pfadi oder Blauring durchaus an Schulen für ihre Organisationen werben dürfen.

Charly Keiser

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zuger Ausgabe der «Zentralschweiz am Sonntag».