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PILATUS: Das Geheimnis des «Dragon Ride» ist gelüftet

Die zwei Kabinen der Seilbahn Fräkmüntegg Pilatus Kulm sind diese Woche enthüllt worden. Geplant war dies so nicht.
Seit dieser Woche sind die neuen Pilatus-Gondeln, hier bei der Station Fräkmüntegg, enthüllt. (Bild: Nadia Schärli)

Seit dieser Woche sind die neuen Pilatus-Gondeln, hier bei der Station Fräkmüntegg, enthüllt. (Bild: Nadia Schärli)

Mit einem Schwerlasthelikopter sind die beiden neuen Seilbahnkabinen «Dragon Ride» letzte Woche zur Fräkmüntegg hochtransportiert worden. Vorab haben zwei überbreite Spezialtransporter die Fracht vom Hersteller CWA in Olten nach Kriens gefahren.

Damals waren die Kabinen noch mit einer weissen Folie verhüllt, weshalb sie für die meisten Leute nicht als solche erkennbar waren. Zweck dieser Hüllen war, die Kabinen vor neugierigen Blicken und vor der Witterung zu schützen. Die Schutzhülle sollte eigentlich erst kurz vor der offiziellen Inbetriebnahme am 1. April entfernt werden. Nun hat man sich aber kurzfristig entschieden, die Kabinen vorzeitig von den Folien zu befreien und das Geheimnis zu lüften.

Notwendig für die Sicherheit

Dies sei aus Sicherheitsgründen nötig, erklärt Godi Koch, CEO der Pilatus-Bahnen, auf Anfrage. «Weil die aerodynamischen Kabinen den realen Wind- und Wetterverhältnissen am Berg ausgesetzt sind, haben wir uns in Absprache mit den Experten von Garaventa AG entschlossen, die zwei Flaggschiffe bereits jetzt zu enthüllen», sagt Koch.

Die neue Seilbahn Dragon Ride hebt am 3. März 2015 erstmals ab. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Touristen fahren von Fräkmüntegg zur Bergstation Pilatus. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Die neue Bahn kann 590 Ausflügler pro Stunde auf den Berg bringen. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Die neue Bahn überwindet auf einer Länge von 1386 Metern 646 Höhenmeter. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
03.04.2015: Karfreitagmorgen am Pilatus. Eine der beiden Dragon-Ride-Kabinen bei der Station Fräkmüntegg. (Bild: Stefanie Nopper)
Die Bahn bietet 12 exklusive Plätze zum Sitzen. (Bild: Keystone)
Die neue Bahn kostete 18 Millionen Franken und soll auch windsicherer sein. (Bild: Thomas Geske)
03.02.2015: Das Geheimnis der «Dragon Ride» ist gelüftet. So sieht die neue Kabine aus, die ab April von der Fräkmüntegg auf den Pilatus fährt. (Bild: Nadia Schärli / LZ)
«Die Folie musste teilweise entfernt werden, damit man die Kabine durch die Türen betreten kann. Dadurch könnte sich aber im schlimmsten Fall eine grosse Angriffsfläche für den Wind bilden. Um diese Gefahr auszuschliessen, wurde die Hülle nun vollständig entfernt», sagt Godi Koch, CEO der Pilatus-Bahnen. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Kilian Schmid nimmt die Testfahrten bei der Talstation vor. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Die aerodynamischen Kabinen des «Dragon Ride» im stolzen Pilatus-Rot heben ab. (Bild: Urs Wyss / Pilatus-Bahnen)
28.01.2015: Die zwei neuen Kabinen für die Luftseilbahn von der Fräkmüntegg auf Pilatus Kulm treffen ein. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Ein Schwertransporter bringt die Gondel zum Parkplatz Buholz oberhalb des Schloss Schauensee... (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
... von wo ein Schwerlasthelikopter des Typs Kamov KA 32 A12 der Heliswiss die 3,9 Tonnen schwere Kabine auf die Fräkmüntegg bringt. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
19.01.2015: Die Installateure auf dem Pilatus brauchen Nerven wie Drahtseile und müssen schwindelfrei sein nur so bleibt der Zeitplan beim Bau der neuen Luftseilbahn Fräkmüntegg–Pilatus Kulm auf Kurs. Im Bild: Dani Bohl montiert in luftiger Höhe und bei eisigen Temperaturen die Einfahrtsplanke bei der Bergstation. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Blick auf die Bergstation. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Elektriker Ueli Zimmermann bei der Bergstation auf Pilatus Kulm. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Dani Bohl zieht eine Schraube an. (Bild: Pius Amrein (Neue LZ))
25 Männer und eine Frau werden mit dem Helikopter auf 2132 Meter über Meer gebracht. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Der Helikopter fliegt Pilatus-Kulm an. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Die Bauarbeiter und das Hotelpersonal bleiben fünf Tage auf dem Berg und tragen dazu bei, dass der Bau der neuen Luftseilbahn fristgerecht per 1. April fertig wird. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
23. Oktober: Beeindruckender Kraftakt: Rund 50 Tonnen Stahl flog der Helikopter für die neue Stütze der Luftseilbahn Fräkmüntegg – Pilatus Kulm den Berg hoch. (Bild: Urs Wyss / Pilatus-Bahn)
Ein Job für Schwindelfreie: Die Montage der Stahlelemente in luftiger Höhe. (Bild: Urs Wyss / Pilatus-Bahn)
Es ist vollbracht: Die 50 Tonnen schwere Gesamtkonstruktion inklusive der beiden Sättel steht. (Bild: Urs Wyss / Pilatus-Bahn)
Blick auf die Baustelle auf Pilatus-Kulm sowie den Masten der neuen Bahn. (Bild: Leser Otto Meier)
15. September: Die Pilatus-Luftseilbahn wird erneuert. Dabei wurde ein Masten auseinander genommen und mit dem Helikopter abtransportiert. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Pilatus-Luftseilbahn (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Pilatus-Luftseilbahn (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Die Masten stehen zum Abtransport bereit. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
2. September: Die alte Kabine der Pilatus-Luftseilbahn wird ersetzt. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Abtransport der Gondel (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Demontage der Gondel auf der Fräkmüntegg. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Demontage der Gondel (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Demontage der Gondel (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Demontage der Gondel (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Demontage der Gondel (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Demontage der Gondel (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Neue Luftseilbahn auf den Pilatus Die neuen Kabinen auf den Pilatus haben einen cockpitähnlichen Aufbau und werden den Passagieren das Gefühl des Schwebens vermitteln. (Bild: PD)
Die neuen Kabinen sind eine Neuentwicklung der Firma Garaventa. Sie können je 55 Passagiere befördern. 12 davon können auf einem der Panorama-Sitze im vorderen und hinteren Teil der Kabine - im Cockpit - Platz nehmen. (Bild: PD)
Heute können zwischen der Fräkmüntegg und Pilatus 480 Personen pro Stunde befördert werden. Auf dem unteren Abschnitt zwischen Kriens und der Fräkmüntegg, auf dem Gondeln verkehren, sind es 750 Personen. Dies führte dazu, dass sich die Passagiere auf der Fräkmüntegg oft stauen. (Bild: PD)
Neue Luftseilbahn auf den Pilatus Die Bauarbeiten für die neue Bahn werden Ende April aufgenommen. (Bild: PD)
Neue Luftseilbahn auf den Pilatus Im Winter wird der Pilatus für die Touristen nicht erreichbar sein. Der Winter sei für die Pilatus-Bahnen die Nebensaison, sagte CEO André Zimmermann. (Bild: PD)
Neue Luftseilbahn auf den Pilatus Die alte Bahn ist noch bis Ende August in Betrieb. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Neue Luftseilbahn auf den Pilatus Ab dem 1. September 2014 verkehrt nur noch die Zahnradbahn von Alpnachstad aus auf den Pilatus. (Bild: Keystone)
Neue Luftseilbahn auf den Pilatus Die neue Bahn hat zwei Tragseile pro Fahrbahn mit je einem Durchmesser von 44 Millimetern. Das Zugseil hat einen Durchmesser von 30 Millimetern. (Bild: PD)
Neue Luftseilbahn auf den Pilatus Die erste Luftseilbahn auf den Pilatus wurde am 9. März 1956 eröffnet. Der Bau der Bergstation auf 2132 Metern über Meer war eine grosse Herausforderung. (Bild: PD)
Neue Luftseilbahn auf den Pilatus Die alte Luftseilbahn von der Fräkmüntegg auf den Pilatus Kulm war bis 1983 im Einsatz. (Bild: PD)
Neue Luftseilbahn auf den Pilatus Spektakulär: Die Fahrt von der Fräkmüntegg auf den imposanten Pilatus Kulm. (Bild: PD)
Neue Luftseilbahn auf den Pilatus 1983 wurde die Station Pilatus Kulm nach umfassenden Umbauarbeiten wiedereröffnet. (Bild: PD)
Neue Luftseilbahn auf den Pilatus Die Vorfreude auf das neue Aushängeschild ist ihnen anzusehen. Oscar J. Schwenk, Verwaltungsratspräsident der Pilatus-Bahnen, und CEO André Zimmermann vor einer Visualisierung der neuen Seilbahn. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Neue Luftseilbahn auf den Pilatus 1762 Aktionäre kamen am 23. April an die GV der Pilatus-Bahn, an der die neue Bahn präsentiert wurde. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
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Bau der neuen Pilatus-Bahn

Man habe die Situation mit den Gegebenheiten etwas unterschätzt. «Die Folie musste teilweise entfernt werden, damit man die Kabine durch die Türen betreten kann. Dadurch könnte sich aber im schlimmsten Fall eine grosse Angriffsfläche für den Wind bilden. Um diese Gefahr auszuschliessen, wurde die Hülle nun vollständig entfernt», sagt Koch.

Fahrt mit Dieselaggregat

Die beiden Kabinen mit einem Gewicht von je 3,9 Tonnen sind am Freitag der letzten Woche und am Montag dieser Woche auf der Fräkmüntegg ans Gehänge an den Seilen montiert worden. Laut Koch wurden bis jetzt einige Testfahrten mit einem Dieselaggregat durchgeführt. Ab nächster Woche soll die Anlage soweit bereit sein, dass die Fahrten mit dem richtigen Antrieb möglich sind.

Die Kabinen durchlaufen in den kommenden sieben Wochen intensive Tests durch interne und externe Fachleute. Derzeit werden Einstellungen an der Steuerung vorgenommen. So etwa das Tempo bei Ein- und Ausfahrt, Endschalter für Bremsen und Ähnliches. Diese Arbeiten dauern rund drei Wochen. Im März wird die neue Luftseilbahn von Experten des Bundesamts für Verkehr (BAV) geprüft, ehe sie am 1. April in Betrieb genommen wird.

Wettbewerb für Jungfernfahrt

Für die Jungfernfahrt haben sich unterdessen via Internet und Social Media über 3000 Interessenten aus aller Welt beworben. 55 von ihnen werden das grosse Los ziehen. Der Wettbewerb läuft noch bis am 28. Februar 2015 unter www.pilatus.ch.

Roger Rüegger

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