PILATUSGEBIET: Sie pflegen mit Liebe Wanderwege

Eine Vielzahl kleinerer Ausbesserungsarbeiten prägte das Lager 2017 der Alpnacher Wägbuiär. Höhepunkt war das Bärgfäscht auf Ämsigen.

Robert Hess
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Die Wägbuiär an der Arbeit: Eine Gruppe frischt die Wanderwegmarkierungen nach Alpnachstad unterhalb Pilatus Kulm auf. (Bild: Robert Hess/Tim Roth (Alpnach. 3. August 2017))

Die Wägbuiär an der Arbeit: Eine Gruppe frischt die Wanderwegmarkierungen nach Alpnachstad unterhalb Pilatus Kulm auf. (Bild: Robert Hess/Tim Roth (Alpnach. 3. August 2017))

Robert Hess

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Während das Wägbuilager jedes Jahr stattfindet, steigt das Bärgfäscht nur jedes dritte Jahr. Dann nämlich, wenn der 1989 gegründete Verein Wägbuiär Alpnach seinen Lagerstandort auf der Alp Ämsigen, unmittelbar bei der gleichnamigen Kreuzungsstation der Pilatus-Zahnradbahn, bezieht. So präsentierten die einen Tag zuvor eingerückten Lagerteilnehmer, zusammen mit einigen Helferinnen und Helfern, am vergangenen Sonntag den rund 150 Gästen eine gemütliche Chilbi mit Speis und Trank, musikalischer Unterhaltung und Attraktionen. «Wir freuen uns zwar jedes Mal über das gelungene Bergfäscht auf Ämsigen, das unserer Kasse einen willkom­menen Zustupf bringt», sagt ­Vereinspräsident Tobias Pfister. «Doch der Hauptzweck unseres Vereins ist, zur Erhaltung von Wegen und Alpen des Pilatusgebiets beizutragen.»

Vom Ausmähen bis zu den Wegmarkierungen

Seit vergangenem Samstag und noch bis heute sind 15 junge und tageweise auch ältere Personen im Gebiet Ämsigen/Pilatus un­terwegs. In den Tagen zuvor war bereits das Material mit grosszügiger Unterstützung der Pilatus-Zahnradbahn von Alpnachstad zur Kreuzungsstation Ämsigen transportiert worden. Neben den Pilatusbahnen ermöglichen auch andere Sponsoren und Gönner die Durchführung des Lagers.

«Dieses Jahr steht kein grösseres Objekt auf dem Programm», erklärt Lagerleiter Felix Kathriner. «Unser Auftrag besteht insbesondere darin, Wege auszumähen, Äste abzusägen, Holz wegzuräumen, Wasserableitungen freizumachen und auf dem Weg von Pilatus Kulm bis Alpnachstad die offiziellen Markierungen aufzufrischen», sagt Lagerleiter Felix Kathriner. Überdies wurde auf der Chretzen ein Kreuz erneuert.

Kathriner und der technische Leiter Mathias Enz hatten Wochen vorher zusammen mit Walter Wallimann, dem Bezirksleiter der Alpnacher Wanderwege, abgesprochen, welche Arbeiten notwendig seien.

Gemeinde kommt für Kost und Logis auf

Die Arbeiten kommen einerseits dem offiziellen Wanderwegnetz zugute, für dessen Erhaltung und Erneuerung die Einwohnergemeinde Alpnach zuständig ist. Sie übernimmt deshalb auch die Aufwendungen für Kost und Logis der Lagerteilnehmer.

Die Alpnacher Wägbuiär unterhalten und verbessern aber auch weniger begangene Wege, die nicht zum Wanderwegnetz gehören. Beispielsweise den Weg von Ämsigen zum Gross Turren und von dort nach der hinteren Chretzenalp. So wurde ein Wegstück, das über einen kleinen Graben führt, der bisher auf einem einfachen Holzsteg überquert werden musste, mit Pickel und Schaufel in den Berghang ­hineinversetzt, um die Sicherheit zu verbessern.

Kameradschaft ist grossgeschrieben

«Die Arbeit zu Gunsten der Wanderwege und Alpen ist das eine, die Kameradschaft das andere», sagt der 23-jährige Lagerleiter Felix Kathriner. Dazu gehört auch die Verpflegung nach dem Motto «guet und gnueg», die durch Lagerköchin Marina Spichtig gewährleistet wurde. Und seit Jahren kommen die Hobbyköche Robi Britschgi und Walter Vogler für einen Abend in die Lagerküche und verwöhnen die Wägbuiär mit einem tollen Mehrgänger.

Eine andere Gruppe verlegt den Weg Ämsigen–Gross Turren–Chretzen aus Sicherheitsgründen in den Hang. (Bild: Robert Hess/Tim Roth (Alpnach. 3. August 2017))

Eine andere Gruppe verlegt den Weg Ämsigen–Gross Turren–Chretzen aus Sicherheitsgründen in den Hang. (Bild: Robert Hess/Tim Roth (Alpnach. 3. August 2017))