Platz für 70'000 Kubikmeter Geschiebe

Die Giswiler wollen die Kleine Melchaa auf dem Gemeindegebiet zähmen. Erstes Bauwerk ist der Geschiebesammler Gorgen.

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Der Geschiebesammler wird im Herbst 2012 fertig gebaut sein. Kernstück der Sammlers, der rund 70'000 m3 Geschiebe fassen wird, ist die Mauer, die noch verbreitert und doppelt so hoch wie auf dem Bild werden soll. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

Der Geschiebesammler wird im Herbst 2012 fertig gebaut sein. Kernstück der Sammlers, der rund 70'000 m3 Geschiebe fassen wird, ist die Mauer, die noch verbreitert und doppelt so hoch wie auf dem Bild werden soll. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

Rund vier Monate nach dem Spatenstich liessen sich am Samstag über 50 Interessierte an einer öffentlichen Begehung über den Stand der Bauarbeiten informieren. «Für Giswil ist dieses Hochwasserschutzprojekt von grosser Bedeutung», sagte Josef Enz, der Präsident der fünfköpfigen Wasserbaukommission der Einwohnergemeinde.

Das Wasserbauprojekt Kleine Melchaa sieht die Verlegung des Gerinnes im Gebiet Gorgen und von dort die direkte Linienführung in den Sarnersee vor. Erstes Baulos ist der Geschiebesammler mit Holzrückhalt. Dieser Sammler kann 70'000 Kubikmeter Geschiebe aufnehmen, was einem 300-jährlichen Ereignis entspricht. Vom Geschiebesammler Gorgen wird der Bach in einem neuen Gerinne mit einer Breite von 10 bis 22 Metern in Richtung Sarnersee geführt. Bei der Kantonsstrasse, dem Gleis der Zentralbahn und bei der Schwerzbachstrasse müssen drei neue Brücken erstellt werden.

Mit diesem Bauwerk kann das gesamte Siedlungsgebiet von Giswil vor einem Hochwasserereignis der Kleinen Melchaa geschützt werden.

Robert Hess

<em>Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Obwaldner Zeitung.</em>