POLIZEI: Einsatzzentralen für Ausfälle gewappnet

Künftig besteht für die polizeilichen Einsatzleitzentralen in Obwalden und Nidwalden eine Rückfallebene. Beim Ausfall einer Zentrale können die Dienstleistungen vom Nachbarkanton aus geleistet werden.

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Blick in die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Nidwalden. Unser Bild wurde im Februar 2013 aufgenommen. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Blick in die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Nidwalden. Unser Bild wurde im Februar 2013 aufgenommen. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Auf polizeilichen Einsatzzentralen gehen rund um die Uhr alle Notrufe ein, es werden Polizei, Feuerwehr und weitere Einsatzkräfte aufgeboten, Verkehrsanlagen gesteuert, Auskünfte erteilt und viele weitere Dienstleistungen erbracht. Ein Ausfall beispielsweise aus technischen Gründen oder durch einen Brand usw. ist jederzeit möglich und wäre für die Sicherheit der Bevölkerung sehr einschneidend, heisst es in einer Medienmitteilung der Kantonspolizei Obwalden.

Die Kantone Obwalden und Nidwalden verfügten bisher über keine Rückfallebene bei solchen Notfällen. Künftig können die wichtigsten Dienstleistungen bei einem Ausfall während einer gewissen Zeit über die Einsatzzentrale des Nachbarkorps erbracht werden. Beide Kantonsregierungen unterzeichneten dazu eine Vereinbarung.

Im Vorfeld sind bei beiden Polizeikorps komplexe Systeme und Prozesse aufeinander abgestimmt und die möglichen Ausfälle getestet worden. Diese gegenseitige Notfallunterstützung ist ein wichtiger Schritt für die Sicherheit der Bevölkerung.

In der Zentralschweiz ist ein weiteres Redundanzprojekt zwischen den Kantonen Schwyz und Zug in Planung.

pd/zim