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Obwaldner Polizei schoss gleich mehrmals

Laut Staatsanwaltschaft hat die Kantonspolizei Anfang Juni bei der Verfolgung eines Flüchtigen aus dem Kanton Bern mehr als einen Schuss abgegeben. Ergibt eine Untersuchung, dass die Schüsse nicht verhältnismässig waren, sind die Konsequenzen offen.
Franziska Herger
Ein Obwaldner Polizist. (Bild: Kapo)

Ein Obwaldner Polizist. (Bild: Kapo)

Es waren mehrere Schüsse, welche die Kantonspolizei am 4. Juni abgab, nachdem ein Automobilist aus dem Kanton Bern bei der Ausfahrt Sarnen Nord in einem gestohlenen Auto vor einer Kontrolle geflüchtet war. Dies sagt der für das Strafverfahren gegen den Mann zuständige Staatsanwalt Jürg Boller auf Anfrage. Die Staatsanwaltschaft äussert sich nicht dazu, ob einer oder mehrere Polizisten die Schüsse abgegeben hatten. Verletzt wurde bei der Aktion niemand. Das Strafverfahren gegen den Automobilisten laufe, man warte gegenwärtig auf die Unterlagen zum Fall, sagt Boller. «Danach wird geprüft, ob unser Verfahren an den Kanton Bern abgetreten wird, nachdem dort bereits eine Strafuntersuchung gegen den Beschuldigten hängig ist.»

Erst nach dem Strafverfahren führt Oberstaatsanwältin Esther Omlin von Gesetzes wegen einer administrativen Untersuchung zur Schussabgabe durch. Fraglich ist insbesondere, ob sie verhältnismässig war (wir berichteten). Gemäss Polizeigesetz darf die Polizei nur dann «in einer den Umständen angemessenen Weise von der Schusswaffe Gebrauch machen», wenn andere verfügbare Mittel nicht ausreichen.

Wäre die Schussabgabe nicht verhältnismässig, sind die Konsequenzen offen, wie Esther Omlin auf Anfrage sagt. «Es gibt keinen Katalog möglicher Administrativmassnahmen. Das ist in jedem Verfahren wieder anders.» Weil Schussabgaben durch die Polizei in der Schweiz so selten sind, muss der Vorfall zudem dem Bundesamt für Justiz mitgeteilt werden.

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