Positive Zahlen bei Pro Senectute Obwalden dank Spende

Pro Senectute Obwalden traf sich zu einer denkwürdigen Stiftungsversammlung. Ein neuer Geschäftsleiter ist im Amt, der Stiftungsratspräsident legt sein Amt nieder.

Primus Camenzind
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Franz Enderli (neuer Stiftungsratspräsident), Paula Halter-Furrer (neue Stiftungsrätin), Dominik Brun (scheidender Stiftungsratspräsident) und Daniel Diem (Geschäftsführer Pro Senectute Obwalden). (Bild: Primus Camenzind (Sachseln, 5. Juni 2019))

Franz Enderli (neuer Stiftungsratspräsident), Paula Halter-Furrer (neue Stiftungsrätin), Dominik Brun (scheidender Stiftungsratspräsident) und Daniel Diem (Geschäftsführer Pro Senectute Obwalden). (Bild: Primus Camenzind (Sachseln, 5. Juni 2019))

Noch selten habe er in seinen sieben vergangenen Amtsjahren eine dermassen gut besuchte Stiftungsversammlung erlebt, betonte Dominik Brun. «Mit diesem Jahr schliesst sich ein Kreis», erklärte der scheidende Stiftungsratspräsident in seinen Begrüssungsworten, «vor sieben Jahren wurde ich hier in Sachseln in den Stiftungsrat gewählt.» Im Rahmen der offiziellen Traktanden stellte Brun auch gleich seinen Nachfolger vor: Franz Enderli, bis 2018 Regierungsrat, seither Stiftungsrat von Pro Senectute (PS). Die verbale Amtsübergabe erfolgt mit einem Schuss Humor: «Ich bin Dominik schon damals im Kantonsrat auf den Präsidentenstuhl gefolgt, jetzt passiert dasselbe wieder. Ich hoffe, er nimmt kein neues Amt mehr an.»

Gerne hätte Brun in seinem Rückblick von sieben fetten Jahren gesprochen. «Aber das waren sie beileibe nicht», liess er die rund 60 anwesenden Ortsvertreter von PS, das Team der Geschäftsstelle und den Stiftungsrat wissen. Nebst viel Erfreulichem sei der Alltag «immer wieder von Finanzthemen dominiert» gewesen. Lichtblicke hätten allerdings auch träumerische Momente von fetten Jahren erzeugt, gab er zu verstehen.

Grossspende in der Höhe von 40'000 Franken

Konkret wurde Finanzchef Theo Gasser mit seinen Zahlen. Das Jahr 2018 endete mit einem positiven Betriebsergebnis von fast 42'000 Franken, während das Vorjahr einen Verlust von 34'000 Franken zeitigte. Zum gegenwärtigen Polster, so Gasser, hätten eine einmalige Grossspende von 40'000 Franken und ebenfalls einmalige Einsparungen im Personalbereich beigetragen. Das Budget 2019 rechnet allerdings wieder mit einem Verlust von 32'000 Franken. In Zukunft seien Beitragskürzungen des Bundes angesagt und zudem bringe die Anstellung des neuen Geschäftsführers wieder höhere Kosten, meinte Theo Gasser.

Seit Januar 2019 leitet Daniel Diem die Pro-Senectute-Geschäftsstelle. Seine Verpflichtung wurde von Dominik Brun als Glücksfall bezeichnet. Der 38-Jährige lebt seit 2016 in Alpnach, ist mit einer Alpnacherin verheiratet und Vater von zwei Kindern. Als studierter Betriebswirtschafter war er früher im Kantonsspital und bei der Caritas in Luzern tätig. «Vieles ist schon eingepackt», liess er bezüglich PS Obwalden in einer kurzen Standortbestimmung verlauten und meinte damit «Wissen, Erfahrung und bewährte Hilfsmittel».

Als Rahmenbedingungen bezeichnete Diem die veränderte Bevölkerungsstruktur sowie neue Vorgaben und Kürzungen des Bundes. In der Digitalisierung und Entwicklung der Geschäftsstelle, der Angebotsentwicklung und der finanzielle Stabilität sieht er Schwerpunkte seines Wirkens.

Im Stiftungsrat wird die ausscheidende Gerda Lustenberger aus Sarnen durch die Bäuerin und Primarlehrerin Paula Halter-Furrer aus Giswil ersetzt. Ausserdem galt es auch, mehrere Dienstjubiläen für Freiwilligenarbeit in den Bereichen Sport, Bildung, Kultur und Service zu feiern sowie die eine oder andere Verabschiedung vorzunehmen. Unter anderen wurde Brigit Stadler-Jespersen, Flüeli-Ranft mit anhaltendem Applaus bedacht. Sie setzt sich seit 45 Jahren aktiv für Pro Senectute Obwalden ein.