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Pro Senectute Obwalden erlebt «finanzielle Gratwanderung»

Die Dienstleistungen der kantonalen Pro Senectute wachsen von Jahr zu Jahr. Im Gegenzug wurden die Beiträge der öffentlichen Hand gekürzt.
Primus Camenzind
Geschäftsführerin ad interim Claudia Dillier und Stiftungsratspräsident Dominik Brun ehrten Theres Halter (Bildmitte). (Bilder: Primus Camenzind (Alpnach, 6. Juni 2018))

Geschäftsführerin ad interim Claudia Dillier und Stiftungsratspräsident Dominik Brun ehrten Theres Halter (Bildmitte). (Bilder: Primus Camenzind (Alpnach, 6. Juni 2018))

In seinen Begrüssungsworten sprach Stiftungsratspräsident Dominik Brun am Mittwochabend im Rahmen der Jahresversammlung in Alpnach deutliche Worte: «Unsere finanzielle Gratwanderung ist nicht hausgemacht», stellte er fest. «Dem Kanton Nidwalden und den meisten Kantonen in unserem Lande geht es nicht besser. Der Bund macht den Deckel drauf. Der demografischen Entwicklung (Veränderung der Bevölkerungsstruktur) zum Trotz erhalten wir weniger Geld.» Die Folge davon seien steigende Defizite.

Defizit ist massiv angestiegen

Stiftungsrat Theo Gasser trat bei der Präsentation der Jahresrechnung 2017 den Beweis für die Aussagen des Präsidenten an: Das Jahresergebnis per 31. Dezember 2017 weist ein Defizit von 34000 Franken aus. 2016 waren es noch etwas mehr als 4000 Franken gewesen. Grund dafür ist zur Hauptsache die Reduktion der Kantons- und Gemeindebeiträge um 20 000 Franken. «Wir mussten massiv Reserven anknabbern», ergänzte Dominik Brun. Der Gesamtaufwand für Dienstleistungen (inklusive Personal und Betrieb) stieg um 60000 Franken. Im Gegenzug flossen durch erhöhte Erträge aus Dienstleistungen, Spenden und Sponsoring insgesamt 49 000 Franken mehr in die Kasse. Kurz gesagt: einem Ertrag von total 697 000 Franken steht der Aufwand von 758 000 gegenüber.

Auf der anderen Seite 1000 ehrenamtliche Stunden

Die Stiftungsversammlung mit rund 50 anwesenden Personen war nicht nur von finanziellen Sorgen, sondern ebenso von ungebrochenem Optimismus und guter Laune geprägt. Dominik Brun ist guter Dinge, dass bei zukünftigen Verhandlungen mit dem Kanton und den Gemeinden «die unschätzbaren Frondienststunden (...) gewürdigt werden.» Der Stiftungsrat leiste jährlich 1000 ehrenamtliche Stunden, erklärte der Präsident in diesem Zusammenhang. Er würdigte ebenso die Tätigkeit der vielen freiwilligen oder entlöhnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Sozialberatung und Information, Sport und Bewegung, Bildung und Kultur sowie beim Mahlzeitendienst. Brun brachte es auf den Punkt: «Wir haben überall mehr gearbeitet.»

Wechsel in der operativen Leitung

Neu im Stiftungsrat: Susanne Imfeld-Johner aus Engelberg.

Neu im Stiftungsrat: Susanne Imfeld-Johner aus Engelberg.

Aus dem Stiftungsrat verabschiedeten sich Werner Amport, Giswil; Renate Gasser, Lungern und Annelies Stöckli aus Wilen. Susanne Imfeld-Johner aus Engelberg und Franz Enderli aus Kerns (Regierungsrat bis Ende Juni) sind neue Mitglieder des Gremiums. Zum Jahresbeginn schied auch Geschäftsführer Stefano Bernasconi aus. Die operative Leitung von Pro Senectute Obwalden liegt nun ad interim in den Händen von Claudia Dillier-Küchler.

Bei den zahlreichen Ehrungen von Mitarbeiterinnen im Bereich Dienstleistungen und Ortsvertretungen stand eine Person besonders im Vordergrund: Theres Halter arbeitet seit 25 Jahren aktiv bei Pro Senectute mit. «Sie ist immer noch mit Leib und Seele dabei», gab Dominik Brun zu verstehen. Die Ortsvertreterin aus Sachseln versah unter anderem während 20 Jahren als Verträgerin den Mahlzeitendienst in Sachseln. Die einstündige Stiftungsversammlung wurde vom Präsidenten mit einem Vorsatz beendet: «Wir kämpfen weiter!» Der gesellschaftliche Teil bestand aus einem Apéro im Freien und einem Imbiss.

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