Kolumne

Rasch, überlegt und pragmatisch handeln

Die Obwaldner SVP-Nationalrätin Monika Rüegger schreibt in ihrer «Stimme aus Bern» über die Folgen der Corona-Krise für die hiesige Wirtschaft.

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Monika Rüegger, SVP-Nationalrätin Obwalden

Monika Rüegger, SVP-Nationalrätin Obwalden

Wie alle anderen Schweizer wurden auch wir nationalen Parlamentarier vom Bundesrat aufgefordert, die dritte Sessionswoche zu Hause zu bleiben, Menschenansammlungen zu meiden – zwar der Arbeit nachzugehen, aber mit gebührendem Abstand zu den Arbeitskollegen.

Stündlich überschlagen sich die Meldungen zu Corona. Die angeordneten Schutzmassnahmen werden immer drastischer. Es kam zu Lieferungssperren vom Ausland in die Schweiz bei Medizinalprodukten oder Lebensmitteln. Corona offenbart sehr deutlich: Jedes (EU-Nachbar-)Land schaut zuerst für sich selber. Grenzen werden hochgezogen. Das Land steht beinahe still. Inzwischen geraten Teile der Wirtschaft, besonders der Reise- und Tourismusbranche, der Dienstleister und Eventveranstalter, in grosse Not. Viele Gewerbebetriebe und Kleinunternehmer sind in ihrer Existenz bedroht. Die Politik ist gefordert – die Verantwortlichen im Kanton Obwalden haben in kürzester Zeit ein erstes Hilfspaket geschnürt.

Was kann weiter getan werden? Ich rege beim Kanton und den Gemeinden an, geplante Aufträge, Bau-, Renovationsvorhaben an öffentlichen Infrastrukturen wie Schulen, Strassen usw., dem regionalen und lokalen Gewerbe nach Möglichkeit jetzt zu vergeben, anstatt solche Arbeiten erst während den Sommerferien ausführen zu lassen. Massnahmen wie diese können vielleicht da und dort helfen, das Arbeitsleben und einen kleinen Wirtschaftskreislauf aufrechtzuerhalten.

Weiter sollten wir alle versuchen, das lokale Gewerbe im Rahmen unserer täglichen Besorgungen oder für kleinere und grössere Arbeiten zu berücksichtigen. Nur schon damit können wir viel Gutes bewirken.

Ich wünsche Ihnen, Ihren Angehörigen und den Betrieben alles Gute – bleiben Sie gesund!