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RECHNUNG: Sachseln präsentiert schwarze Zahlen

Finanzchef Anton Amrhein ist mit der Gemeinderechnung 2017 sehr zufrieden. Diese weist einen Ertragsüberschuss von 229000 Franken auf. Trotzdem gibt es Sorgen.

Sachseln ist eine Obwaldner Gemeinde, die punkto Finanzkraft stets im kantonalen Mittelfeld steht: weder eine grosse Geber- noch eine Nehmergemeinde also. Dieses Bild zeigt sich in der Jahresrechnung 2017 einmal mehr. Anton Amrhein, Vorsteher des Departements Finanzen und Wirtschaft, ist glücklich, dass er der Bevölkerung an der Frühjahrsversammlung vom 23. Mai einen Ertragsüberschuss von rund 229 000 Franken ausweisen kann.

Dies, zumal das Sachsler Budget seinerzeit unter erschwerten Umständen erstellt werden musste. Der Finanzverwalter hatte kurz zuvor gekündigt und der damalige Gemeindepräsident Paul Vogler war verstorben. Amrhein dazu: «Dass wir trotzdem beinahe eine Punktlandung erreicht haben, verdanke ich auch dem grossen Einsatz der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in unserer Finanzverwaltung.»

Gewinn kommt zum Eigenkapital

«Wir haben im letzten Jahr unsere Rechnung um 494304 Franken besser abgeschlossen als im Budget vorgesehen war und so einen Cashflow von 1,67 Millionen Franken erzielt», sagt Anton Amrhein. Mit dem Gewinn, der nach den ordentlichen Abschreibungen von 1,44 Millionen verbleibt, will die Gemeinde nun ihr Eigenkapital aufstocken. Doch wie wurden diese guten Zahlen für Sachseln, das nicht vom innerkantonalen Finanzausgleich profitiert, möglich? Amrhein erklärt es so: «Zwar fielen die Erträge der Gemeinde um 61427 Franken tiefer aus als budgetiert, weil wir jedoch bei den Ausgaben dank grosser Disziplin um 495155 Franken besser abgeschlossen haben, können wir den Überschuss präsentieren.» Anders gesagt: Das Budget sah Ausgaben von 3,7 Millionen Franken vor, ausgegeben wurden nur 3,1 Millionen.

«Gespart haben wir sowohl beim Personal als auch beim Sachaufwand», sagt Amrhein. Andererseits sei es ein Jahr ohne jegliche Unbill etwa punkto Hochwasser und Waldschäden gewesen. Erfreulich ist auch die Entwicklung der Pro-Kopf-Verschuldung: Von 3883 Franken im Jahr 2008 ist sie auf aktuell 592 Franken gesunken. Somit droht den Sachslern im Moment sicher keine Steuererhöhung. Aber auch eine Senkung des Steuerfusses sei undenkbar, führt Amrhein aus. «Grosse Sorgen machen wir uns um die Auswirkungen, welche die ‹Finanzstrategie 2027 plus› des Kantons Obwalden für uns Gemeinden zeitigt», gibt der Sachsler Finanzchef zu bedenken. Je nach Ausgang der im September dieses Jahres geplanten Volksabstimmung seien grössere Kostenverschiebungen zu Lasten der Gemeinden durchaus möglich. Auch warten auf das Bruderklausendorf in nächster Zukunft grosse Investitionen: Am 3. Juli wird der Start zum grossen Bauvorhaben bei den Schulhäusern Türli und Arni mit zwei Gebäuden erfolgen. Aber auch zwei weitere Wasserbauprojekte – eines für den Edisrieder- und eines für den Sigetsbach – kommen auf Sachseln zu. Schliesslich wartet auch mit der Allmendstrasse noch ein kostenintensives Tiefbauprojekt auf die Gemeinde.

Romano Cuonz

redaktion@obwaldnerzeitung.ch


Hinweis

Die Gemeindeversammlung Sachseln, bei der es neben der Rechnung auch noch um fünf Einbürgerungsgesuche geht, findet am 23. Mai um 20 Uhr im Gemeindesaal Mattli statt.

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