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Die Entscheidung fiel am Titlis

Zum ersten Mal führte das Abenteuerrennen Red Bull X-Alps auch über den Titlis. Nur einer schaffte es, den höchstgelegenen Turnpoint fliegend zu erreichen.
Philipp Unterschütz
Christian «Chrigel» Maurer, der Sieger von Red Bull X-Alps 2019, beim Start auf dem Titlis. (Bild: Harald Tauderer/PD, Engelberg 21. Juni 2019)

Christian «Chrigel» Maurer, der Sieger von Red Bull X-Alps 2019, beim Start auf dem Titlis. (Bild: Harald Tauderer/PD, Engelberg 21. Juni 2019)

Das wohl härteste Abenteuerrennen der Welt – die Red Bull X-Alps – ging am Donnerstagmittag in Monaco zu Ende. 32 Athleten hatten am 16. Juni die 1138 Kilometer lange Strecke von Salzburg nach Monaco zu Fuss und mit dem Gleitschirm in Angriff genommen. Auf ihrem Weg mussten sie 13 Turnpoints in 6 verschiedenen Ländern passieren. Entschieden war das Rennen aber schon zwei Tage zuvor. Der Adelbodner Christian «Chrigel» Maurer hatte sich schon am Dienstag als Sieger am letzten Turnpoint in Peille in Südfrankreich einschreiben können. Er kam schliesslich mit einem Riesenvorsprung von über 100 Kilometern nach 9 Tagen und 3 Stunden in Monaco an - 18 Stunden vor dem Zweitplatzierten Franzosen Maxime Pinot. Der 36-Jährige gewinnt damit das Rennen zum sechsten Mal in Folge.

Nur Maurer schaffte es fliegend auf den Titlis

Erstmals mussten bei dieser neunten Austragung des Abenteuerrennens die Athleten auch den Titlis anfliegen. Und dieser Turnpoint – auf über 3000 Metern der höchste des ganzen Rennens – spielte die entscheidende Rolle. Christian Maurer war nämlich der Einzige, der den Turnpoint Titlis fliegend erreichen konnte. «Die meisten landeten gar unterhalb von 1800 Metern, mussten zu Fuss zum Turnpoint auf dem Gipfel laufen und verloren viel Zeit», erzählt Christoph Bissig, Pistenrettungschef bei den Titlis-Bahnen. Dieser zeitraubende Aufstieg blieb Maurer erspart. Weil er schon mit Vorsprung von Davos her eintraf, konnte er auf dem Titlis auch noch rechtzeitig vor einer Schlechtwetterfront abheben. «Das waren die magischen Momente, die ihm die 100 Kilometer Führung einbrachten», betont Renndirektor Christoph Weber.

Von den Titlis-Mitarbeitern sei das Rennen im Internet gespannt mitverfolgt worden, sagt Christoph Bissig. «Es ist toll, dass alles reibungslos verlaufen ist und es keine Unfälle gab. Wir würden sicher wieder mitmachen, wenn bei einer künftigen Austragung der Titlis wieder angeflogen werden soll.» Das spektakuläre Rennen trage die Region in die ganze Welt hinaus.

Ob Titlis wieder dabei ist, bleibt vorerst offen

«Zu Beginn des Rennens hatte ich sehr gutes Flugwetter. Dann kamen die Regentage mit langen Passagen zu Fuss. In den letzten zwei Tagen war zwar super Wetter, aber leider nicht gut genug zum Fliegen. Es war wirklich ein hartes Finale in diesem Rennen», sagte Maurer am Ziel in Monaco. Rennorganisator Ulrich Grill bestätigt Maurers Eindruck: «Es war das Rennen mit der längsten Route, den meisten Turnpoints und einer Mehrfachüberquerung der Alpen. Das Wetter hat die Athleten zu Hunderten Kilometern Fussmarsch gezwungen.»

Auch wenn das Rennen letztlich am neuen Turnpoint am Titlis entschieden worden ist, steht es noch nicht fest, ob die Region bei der nächsten Austragung in zwei Jahren mit von der Partie sein wird. Vonseiten Red Bull heisst es, dass die Strecke zwar jedes Mal anders sei, dass aber einzelne Turnpoints durchaus erneut dazugehören könnten.

Infos, Bilder und Ranglisten unter www.redbullxalps.com

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