REFERENDUM: Viele Hundehalter sind gegen die Leinenpflicht

288 Personen haben das Referendum gegen die neue Sarner Hundeverordnung ergriffen. Weil diese unverhältnismässig sei.

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Auch andernorts gilt Leinenzwang ? wie hier etwa im Bild an der Seepromenade in Küssnacht. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Auch andernorts gilt Leinenzwang ? wie hier etwa im Bild an der Seepromenade in Küssnacht. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

m Kreuzfeuer der Kritik stehen zwei Bestimmungen der teilrevidierten Hundeverordnung vom 20. August 2007: Der umfassende Leinenzwang sowie die massiv höhere Hundesteuer. Deshalb hat Ruth Abächerli zusammen mit 288 Mitunterzeichnenden in einem Referendumsbegehren verlangt, dass die Verordnung der Volksabstimmung zu unterbreiten sei. Die Urnenabstimmung findet am 24. Februar statt.

Leinenpflicht ausgedehnt
Aufgrund von Anregungen aus der Bevölkerung und Ereignissen auf nationaler Ebene habe der Sarner Gemeinderat die Leinenpflicht für Hunde in der neuen Verordnung verschärft, schreibt er in seiner Botschaft an die Stimmberechtigten. Der Artikel 3 sieht deshalb künftig eine Leinenpflicht in öffentlichen Gebäuden und Anlagen vor, also auf Strassen, Trottoirs und Fusswegen, in und entlang von Wäldern und landwirtschaftlichen Grundstücken und auf Wanderwegen, die durch besetzte Alpen führen. Ausgenommen sind Hunde beim Viehtrieb.

Zur Begründung schreibt der Gemeinderat, dass Fusswege in und entlang von Wäldern und landwirtschaftlichen Grundstücken häufig unübersichtlich seien, was die Kontrolle über den frei laufenden Hund erschwere und in den meisten Fällen verunmögliche. «Viele Personen, insbesondere Betagte und Kinder, fühlen sich durch den frei laufenden Hund verunsichert, belästigt, ja sogar bedroht.»

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.