Rega muss das Geld selber eintreiben

Können Bergsportler eine Rega-Rettung nicht bezahlen, springt die Gemeinde höchst selten ein. In den letzten drei Jahren gabs nur einen solchen Fall.

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Eine Bürgerin wollte an der Talgemeinde vom Dienstag in Engelberg wissen, wer für die Rettungskosten der Rega aufkommt, wenn die Organisation beim Geretteten das Geld nicht eintreiben kann. In Engelberg ist es schon wiederholt vorgekommen, dass die Rettungsflugwacht Freerider ins Tal holen musste, weil diese sich verfahren hatten. Gemeinderat Hubert Mathis erklärte, dass das Zuständigkeitsgesetz zum Zuge komme, wenn Gerettete nicht zahlen könnten. Dieses Gesetz regelt, wer für die Unterstützung von Bedürftigen aufkommt.

«Bei Personen mit Wohnsitz in der Schweiz werden die Abrechnungen an den Wohnkanton weitergeleitet», sagte Mathis. Wohnten die Personen jedoch nicht in der Schweiz, dann «ist die Aufenthaltsgemeinde zuständig und verpflichtet, die Rettungsaktion zu zahlen, sofern das Geld nicht rechtmässig eingetrieben werden kann.» Das Eintreiben des Geldes liege in der Verantwortung der Rega. Offenbar gelingt dies der Rega praktisch immer. «In den vergangenen drei Jahren musste die Gemeinde Engelberg einen einzigen Fall übernehmen», sagte Hubert Mathis.

Bleibt das Inkasso erfolglos, schreibt die Rega den Betrag in der Regel ab. «Dies kommt aber bei den über 10'000 Helieinsätzen, welche die Rega jährlich fliegt, nur sehr selten vor», betont Trottmann.

Geri Wyss

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Obwalner Zeitung.