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REGIERUNG: Auenschutz in Giswil und Sarnen soll fallen

In Obwalden sollen zwei Auen in Sarnen und Giswil nicht mehr unter Bundesschutz stehen. Der Regierungsrat verlangt vom Bundesrat die Streichung der seit 1992 geschützten Gebiete aus dem Inventar.
Die Aue am Laui-Bach in Giswil soll aus dem Bundesinventar gestrichen werden. (Archivbild Adrian Venetz)

Die Aue am Laui-Bach in Giswil soll aus dem Bundesinventar gestrichen werden. (Archivbild Adrian Venetz)

Betroffen sind die Auen am Bach Laui in Giswil sowie der Steinibach im Grenzgebiet von Giswil und Sarnen. Die Gebiete wurden 1992 ins Bundesinventar der Auen von nationaler Bedeutung aufgenommen und stehen seitdem provisorisch unter Schutz. Gegen Entwürfe des Kantons für konkrete Schutzmassnahmen regte sich Widerstand in der Bevölkerung (Zum Artikel »). Der Kantonsrat hatte im März eine entsprechende Motion klar überwiesen. (Zum Artikel »). Noch im Februar war die Regierung dagegen, die Auengebiete aus dem Bundesinventar zu entlassen (Zum Artikel »).

Die Laui und der Steinibach seien Wildbäche mit grossem Schadenpotenzial, schreibt die Obwaldner Regierung in ihrem am Freitag veröffentlichten Entlassungsgesuch an den Bundesrat. Durch den Auenschuz würden Schutzbauten erschwert, verzögert und verteuert. Zudem behindere der Auenschutz die touristische Entwicklung der Gemeinde Giswil.

Der Regierungsrat ist weiter der Meinung, dass die Gebiete Laui und Steinibach aufgrund des topografischen Gefälles eher als Wildbäche denn als flache Auen zu klassifizieren seien. Überdies weise Obwalden einen überdurchschnittlich hohen Flächenanteil an Biotopen von nationaler Bedeutung auf.

Der Regierungsrat verabschiedete das Entlassungsgesuch zuhanden des Bundesrats. Es wird nun vom Bundesamt für Umwelt geprüft. (sda/rem)

Aufmarsch von Giswilerinnen und Giswilern, die sich bei einem Sternenmarsch am 15. Dezember 2014 gegen einschränkenden Auenschutz für Laui und Steinibach wehrten. (Bild Romano Cuonz)

Aufmarsch von Giswilerinnen und Giswilern, die sich bei einem Sternenmarsch am 15. Dezember 2014 gegen einschränkenden Auenschutz für Laui und Steinibach wehrten. (Bild Romano Cuonz)

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