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Obwaldner Regierung sieht kaum Chancen für gestaffelte Ferien

Durch besseres Verteilen der Ferien in den Wintersportkantonen möchte der Bündner Grosse Rat Skigebiete entlasten. Für die Obwaldner Regierung ist dies schwer vorstellbar. Sie hat andere Prioritäten.
Franziska Herger
Weniger Stau am Lift könnte eine Folge der Ferienstaffelung sein. (Bild: Philipp Schmidli)

Weniger Stau am Lift könnte eine Folge der Ferienstaffelung sein. (Bild: Philipp Schmidli)

Im Winter Skifahren, ohne dass einem gefühlt die ganze restliche Schweiz um die Ohren saust, die Lifte verstopft und am Hotelbuffet drängelt – das dürfte die Idee hinter einer Interpellation der FDP-Fraktion sein, die an der Kantonsratssitzung vom 29. Juni behandelt wird. Sie bezieht sich auf einen Vorstoss im Grossen Rat des Kantons Graubünden, der verlangte, Ferienzeiten in den Kantonen besser zu verteilen und zu staffeln, um Wintersportgebiete zu entlasten und gleichmässiger auszulasten. Die Bündner Regierung wurde beauftragt, darüber Verhandlungen mit den anderen Wintersportkantonen Wallis, Waadt, Bern, Uri, Tessin und Obwalden aufzunehmen.

Erstunterzeichner Gerhard Durrer (FDP, Kerns) und 15 weitere Mitglieder wollen vom Kanton nun unter anderem wissen, wie er auf die Anfrage der Regierung Graubündens antworten will. Sie argumentieren, eine gleichmässigere Auslastung der Skigebiete würde das Unfallrisiko verringern, die Auslastung auf einen längeren Zeitraum steigern und damit wirtschaftliche Vorteile bringen.

Koordination mit Nidwalden und Luzern kommt zuerst

Der Regierungsrat hält in seiner nun vorliegenden Antwort fest, man begrüsse Koordinationsbemühungen zum Thema Ferien. Die Regierung sei jedoch vom Kanton Graubünden in dieser Sache nicht kontaktiert worden. Zudem könne sie sich «angesichts der unterschiedlichen kantonalen Begebenheiten und Bedürfnisse nicht vorstellen, wie eine Staffelung der Schulferienzeiten im Sinne der Interpellanten realisiert werden soll.» Für das Bildungs- und Kulturdepartement stehe denn auch die Koordination mit den Nachbarkantonen Luzern und Nidwalden an erster Stelle, schreibt die Regierung weiter. Grund seien gemeinsame Interessen in Bezug auf die duale Berufsbildung, die Vollzeitschulen und generell auf die Arbeitswelt.

Interpellanten sind nicht enttäuscht, aber wachsam

Auch die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) fühlt sich nicht zuständig. Der Regierung liegt deren Antwort auf eine ähnliche Anfrage von Gastrosuisse vor: Die Festlegung der Schulferien liege bei den Kantonen und Gemeinden, heisst es dort. Der Regierungsrat stütze diese Haltung, schreibt er. Und hält fest, man sei seit Jahren bestrebt, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen touristischer Betriebe zu erhalten und zu verbessern, sei es durch Mitfinanzierung von Tourismusorganisationen oder durch Beiträge an wichtige Veranstaltungen.

Interpellant Gerhard Durrer hat mit dieser Regierungsantwort gerechnet. «Wir sind nicht enttäuscht», sagt er auf Anfrage. «Vielmehr gefällt uns, dass der Kanton auch in Zukunft die Rahmenbedingungen für den Tourismus verbessern will. Darauf werden wir ein Auge haben.» Man warte zudem die Antwort der Regierung auf die Anfrage aus Graubünden ab, wenn Letztere denn eintrifft. «Wir behalten uns weitere Vorstösse zum Thema Tourismus vor», so Gerhard Durrer.

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