Regierung will das Wild besser schützen

Die Obwaldner Regierung will die Lebensräume des Wildes besser schützen. Insbesondere im Winter sollen Störungen der Tiere durch Sportler und andere Freizeitaktivisten nach Möglichkeit verhindert werden. Allerdings sind noch zwei Beschwerden hängig.

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Auch für Variantenskifahrer am Titlis gilt es, auf das Wild Rücksicht zu nehmen. (Bild: PD)

Auch für Variantenskifahrer am Titlis gilt es, auf das Wild Rücksicht zu nehmen. (Bild: PD)

Zwar hat die Regierung die Schutz- und Nutzungsplanung Wildruhegebiete bereits erlassen. Sie muss noch vom Kantonsrat genehmigt werden. Dieser kann jedoch erst entscheiden, wenn das Verwaltungsgericht über die beiden Beschwerden entschieden hat.

Der Entscheid des Verwaltungsgerichtes ist laut Communiqué der Staatskanzlei vom Mittwoch erst im nächsten Jahr zu erwarten. Die Regierung hat deshalb vorsorglich eine Planungszone zum Schutz und zur Nutzung der Wildruhegebiete in den nicht bestrittenen Gebieten erlassen. Sie liegt bis zum 16. Januar 2012 öffentlich auf.

Störungen durch Sport vermeiden

Mit der Planungszone sollen wichtige Lebensräume für wildlebende Säugetiere und Vögel vor Störungen durch Sport- und Freizeitaktivitäten besser geschützt werden. Die Wildruhegebiete dürfen von Anfang Dezember bis Ende April, teilweise bis Mitte Juli, nur auf gekennzeichneten Wegen betreten werden.

Zulässig sind alp- und landwirtschaftliche Nutzung sowie Waldbewirtschaftung. Auch der Hegetätigkeit steht nichts im Weg. Dagegen ist die Jagd in den Wildruhegebieten ab dem 1. Dezember untersagt.

Die nun aufgelegten Unterlagen für die Planungszone Wildruhegebiete weisen insgesamt 20 Gebiete auf. Sie befinden sich, mit Ausnahme von Sachseln, in allen Obwaldner Gemeinden. Für sieben Gebiete gilt die längere Schutzdauer bis Mitte Juli.

sda/zim