Regierung will mehr Geld für Hochwasserschutz

Die Obwaldner Regierung beantragt für den Hochwasserschutz Sarneraatal einen Zusatzkredit von 1,1 Millionen Franken. Dies ist nötig, um die Variante «Entlastungsstollen Ost» zu einem bewilligungsfähigen Bauprojekt auszuarbeiten.

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Bei der Variante Stollen West soll das Wasser aus dem See bei der Schwanderbrücke von rechts her in die Sarneraa geführt werden. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Bei der Variante Stollen West soll das Wasser aus dem See bei der Schwanderbrücke von rechts her in die Sarneraa geführt werden. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Mit der Annahme der Initiative «Bergvariante Ost» der Interessengemeinschaft Hochwasserschutz Sarnen stehen für die Ausarbeitung der Variante «Sarneraa mit Hochwasserentlastungsstollen Ost» bis zum Variantenvergleich 1,8 Millionen Franken zur Verfügung. Die Ausschreibung der Planungsarbeiten hat jedoch gezeigt, dass rund 2,9 Millionen Franken notwendig sind, um das Vor- und Bauprojekt auszuarbeiten, einen präzisen Kostenvoranschlag zu erstellen und damit einen objektiven Variantenvergleich zu ermöglichen. Das schreibt die Staatskanzlei Obwalden in einer Medienmitteilung vom Montag.

Dafür brachts den Zusatzkredit

In der Kostenzusammenstellung der IG Hochwasserschutz Sarnen, welche dem vom Stimmvolk am 26. September 2010 beschlossenen Verpflichtungskredit zu Grunde liegt, fehlen verschiedene Leistungen, die zwingend zur Erarbeitung eines bewilligungsfähigen und durch den Bund subventionierbaren Bauprojekts für die Variante «Hochwasserentlastungsstollen Ost» benötigt werden:

- Massnahmenkonzept Sarneraa
- Vorprojekt / Bauprojekt / Kostenvoranschlag Sarneraa mit UVB
- Grundbuchpläne, erstellen digitales Höhenmodell und Vermessung
- Projektleitung Bauherr
- Öffentlichkeitsarbeit

Entsprechend beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat, einen Zusatzkredit von insgesamt 1,1 Millionen Franken zu sprechen. Die Beratung dieser Kantonsratsvorlage ist für den 27. Januar 2010 vorgesehen.

pd/zim