Rekordbilanz im Museum Bruder Klaus Sachseln

Im Gedenkjahr «600 Jahre Niklaus von Flüe» wurden im Museum Bruder Klaus alle Erwartungen übertroffen. Die 9000 Besucher im Vorjahr bedeuten Rekord.

Remo Rainoni
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Vereinspräsident Hans Blum (links) mit Leiterin Carmen Kiser und ihrem Vorgänger Urs Sibler. (Bild: Remo Rainoni (Sachseln, 19. September 2018))

Vereinspräsident Hans Blum (links) mit Leiterin Carmen Kiser und ihrem Vorgänger Urs Sibler. (Bild: Remo Rainoni (Sachseln, 19. September 2018))

Wenn ein Museum fernab der städtischen Kunst- und Kulturzentren in einer siebenmonatigen Saison 9000 Besucherinnen und Besucher anzieht, ist das aussergewöhnlich. Kein Wunder also, dass die Verantwortlichen des Museums Bruder Klaus Sachseln an der Generalversammlung des Trägervereins mit Genugtuung Rückschau hielten. Die Grundausstellung «Niklaus von Flüe – Vermittler zwischen Welten» sowie die wechselnden Sonderausstellungen ziehen immer wieder ein breit gefächertes Publikum an und machen das Museum zu einem viel beachteten Kunsthaus über Obwalden hinaus. Vereinspräsident Hans Blum brachte es in der Einleitung zu seinem Jahresbericht kurz und bündig auf den Punkt: «Das Museum Bruder Klaus hat ein hervorragendes Image in der Region, ist gut geführt und steht finanziell auf soliden Füssen.»

Geglückter Wechsel in der Leitung

Ein wesentliches Verdienst am Erfolg kommt der Museumsleitung zu, die auf Beginn dieses Jahres gewechselt hat. Vorgänger Urs Sibler blickte auf die spannenden Ausstellungen und Veranstaltungen von 2016 und 2017 zurück. Seinen eigenen Anspruch, das Museum als lebendigen Begegnungsort sowie für einheimische und auswärtige Besucher zu führen, hat er in den mehr als zehn Jahren seines Wirkens voll erfüllt. Er erhielt dafür zum letzten Mal in diesem Rahmen einen verdienten Riesenapplaus der Mitglieder.

Seine Nachfolgerin Carmen Kiser kam nach neun Jahren im Kanton Aargau nach Obwalden zurück. Laut Hans Blum habe der Vorstand der neuen Leiterin erklärt, dass sie nicht in die Fussstapfen von Urs Sibler treten müsse, sondern dem Museum ihren eigenen Stempel aufdrücken soll. Kiser, mit abgeschlossenen Studien in Ethnologie und Museologie, will die Vermittlung der Museumsinhalte an die Besucher fördern. Sie ist erfolgreich in die neue Aufgabe gestartet und durfte dafür die Anerkennung der Vereinsmitglieder entgegennehmen.

Finanzchef Walter Ettlin konnte bei der Präsentation der ausgeglichenen Jahresrechnungen 2016 und 2017 bestätigen, dass der Verein mit rund 650 Mitgliedern materiell gut aufgestellt ist. So konnten auch Rückstellungen für künftige Investitionen getätigt werden. Der Vereinsvorstand ist mit Hans Blum, Vizepräsidentin Brigitte Ettlin Bründler, Aline Mattli-Tschanz, den für weitere vier Jahre bestätigten Pfarrer Daniel Durrer und Walter Ettlin sowie den neu gewählten Eleni Kyriakou und Bruder-Klausen-Kaplan Josef Rosenast für zwei Jahre bestellt. Mit bestem Dank verabschiedet wurden Aktuarin Christa Rohrer sowie Rechnungsrevisorin Irène Rohrer-Burch, an deren Stelle Lisbeth Vogler-Rohrer gewählt wurde.