Roboter gräbt am Vulkan – mit Obwaldner Motoren

Nach fast dreijähriger Reise hat das Mars-Fahrzeug «Opportunity» – angetrieben mit Maxon Motoren aus Sachseln – seinen neuen Einsatzort am Krater «Endeavour» auf dem Roten Planeten erreicht. Der sechsrädrige Roboter soll dort Gestein untersuchen.

Drucken
Teilen
«Opportunity» soll vom Krater Victoria zum Krater Endeavor fahren. (Bild: pd/nasa)

«Opportunity» soll vom Krater Victoria zum Krater Endeavor fahren. (Bild: pd/nasa)

«Opportunity»: Hinterlässt Spuren im Sand. (Bild: pd/nasa)

«Opportunity»: Hinterlässt Spuren im Sand. (Bild: pd/nasa)

Über das Eintreffen des Roboters am neuen Einsatzort berichtete die amerikanische Weltraumbehörde Nasa am Mittwoch. Forscher erwarten, dass «Opportunity» in dem 22 Kilometer breiten Mars-Krater auf weit älteres Gestein trifft als in seinen bisherigen sieben Jahren auf dem Planeten. Es werden dort Mineralien vermutet, die aus einer wärmeren und feuchteren Periode stammen.

Für den Antrieb sorgen je 39 Mikro-Motoren der Firma Maxon Motor aus Sachseln. «Die Marsrover sind unglaublich widerstandsfähig. Vor allem, wenn man sich die extremen Umweltbedingungen auf dem Mars vor Augen führt», schildert John Callas, Projektleiter beim Jet Propulsion Laboratory (JPL), der zuständigen NASA-Agentur für die Mission. Die Maxon-Motoren werden unter anderem für die Beweglichkeit der Roboterarme im Steuerungsbereich sowie für die Bedienung der Kameras eingesetzt. Auch in jedem der sechs Räder finden sich Maxon-Elektromotoren. Sie sorgen für den Antrieb der Marsfahrzeuge.

«Opportunity» soll vom Krater Victoria zum Krater Endeavor fahren. (Bild: pd/nasa)

«Opportunity» soll vom Krater Victoria zum Krater Endeavor fahren. (Bild: pd/nasa)

Die Hauptmission des Vehikels ist die Suche nach Beweisen für die frühere Existenz von Wasser; Wasser ist die Voraussetzung für die Entstehung von Leben. Neben Resten von Wasser entdeckte der Roboter Quarz im Marsboden, was auf einstige heisse Quellen deuten könnte. Der Roboter liefert überdies Hunderttausende von spektakulären Bildern – bisher Daten in der Grösse von über 36 Gigabytes über Entfernungen zwischen fünfzig und vierhundert Millionen Kilometern, je nach Position der Planeten.

Die Ergebnisse der Mars-Mission spielten eine wichtige Rolle, um bemannte Missionen zum Mars und zu anderen Orten im All möglich zu machen, sagte Nasa-Chef Charles Bolden vor der Presse.

dpa/rem