Rettungsbataillon
«Rolle als starker Partner im Sicherheitsverbund wahrnehmen»

Das Rettungsbataillon 2 der Schweizer Armee, dessen «Götti» der Kanton Obwalden ist, trainiert aktuell in der Welschschweiz die Zusammenarbeit mit zivilen Hilfsorganisationen.

Drucken
Teilen
Eindrücke von den Übungen des Rettungsbataillons 2, denn «Götti» der Kanton Obwalden ist. Momentan wird im Raum Waadt/Genf trainiert.

Eindrücke von den Übungen des Rettungsbataillons 2, denn «Götti» der Kanton Obwalden ist. Momentan wird im Raum Waadt/Genf trainiert.

PD

Der Kanton Obwalden ist der Göttikanton des Rettungsbataillons 2, welches zur Territorialdivision 2 gehört. In einer ausgedehnten, mehrere Tage umfassenden Übung trainiert das Bataillon zurzeit im Raum Waadt/Genf seine Fähigkeiten. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Ortung und Rettung von Menschen aus Trümmern, wie es nach Erdbeben oder grösseren Explosionen nötig werden kann. Den zweiten Schwerpunkt bildet die Unterstützung von und das Üben mit zivilen Behörden wie zum Beispiel Feuerwehren.

«Wir können Wassertransporte über längere Strecken und in grosser Menge übernehmen», erklärt Oberstleutnant im Generalstab Pirmin Knüsel, Kommandant des Bataillons 2: «Die Durchhaltefähigkeit in einem 24-Stunden-Betrieb kann durch die Personalbestände eines Bataillons gewährleistet werden.» Ein entscheidender Vorteil bei grossen Ereignissen wie etwa ausgedehnten Waldbränden, die im Zuge der Klima­erwärmung durchaus häufiger werden dürften. Das eigentliche Löschen übernehmen dann meist die Feuerwehren, da sie über die entsprechenden Fachleute verfügen. Damit aus der zivil-militärischen Schnittstelle eine tragfähige Nahtstelle wird, trainiert das Rettungsbataillon 2 regelmässig mit Feuerwehren; dieses Jahr mit dem SIS (Service Incendie et Secours, Feuer- und Rettungskräfte) Morget sowie dem SIS Genève und den SP (Sapeurs/Pompiers) Vernier.

Gemeinsames Training mit Hundestaffeln

Das Orten und Retten aus Trümmern wird in eigens dafür angelegten Übungsdörfern trainiert. Eines der grösseren Zentren ist dabei in Epeisses, Genf. Heuer konnten mit drei Hundestaffeln des Kompetenzzentrums Veterinärdienst und Armeetiere geübt werden. «Während die Hunde mit ihren erstaunlichen Nasen bei der Ortung unersetzbar sind, können die Soldaten des Rettungsbataillons 2 mit schwerem und spezialisiertem Gerät verschüttete Personen aus ausgedehnten Schadenslagen retten. Nur durch Ausbildung und Übung können wir unsere Rolle als starker Partner im Sicherheitsverbund Schweiz wahrnehmen», sagt Kommandant Knüsel. (pd)

Aktuelle Nachrichten