RUEDI RYMANN: «Im Leben wie im Sterben ein Vorbild»

Bundesrat Samuel Schmid hielt an der Beisetzung von Ruedi Rymann eine bewegende Rede. Hier ist sie in Auszügen im Wortlaut.

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Samuel Schmid bei der Beerdigung von Ruedi Rymann. (Bild Keystone)

Samuel Schmid bei der Beerdigung von Ruedi Rymann. (Bild Keystone)

«[...] Obwalden hat einen Sohn verloren. Einen der Grossen. Ruedi war in erster Linie Obwaldner. Mit Stolz. Aber eben mit seiner Art von Stolz. Er war auch in zweiter Linie Obwaldner, und er stand auch in dritter Linie zu seiner Heimat. Ihr habt es ihm auch vergolten, ihr Obwaldner. Mit Liebe, Treue, dem Ehrenbürgerrecht und dem Kulturpreis. Das TV-Publikum hat Ruedis Hit zum Hit aller Hits gemacht.

Andere hätten abgehoben, Ruedi eben nicht. Der Star war ein Antistar. Er war eben echt ein Star und hatte es nicht nötig, abzuheben. Er war geerdet in seiner Familie, in seinem Kanton, in seiner Natur, die er lebte. Er war geerdet in seinem Heimetli hier in Giswil. Ruedi der Familienmensch, Ruedi der Musikant, der Wildhüter, der Mann mit dem grossen Respekt vor der Natur und vor dem Leben. Der Mann auch ohne Angst vor dem Tod am Schluss. Im Leben wie im Sterben ein Vorbild. Petrus hat einem guten Mann die Türe aufgemacht. Ruedi ist gestorben, aber für uns alle lebt er weiter.

Bald werden wir die Erinnerung an einen eindrücklichen Menschen stärker spüren als die heutige Trauer. Und das ist im Sinn von Ruedi Rymann. Für uns alle lebt er weiter, der Ruedi Ryman oder wie man sagt, der Seppi, das flotte Bürschli, der liebenswerte Vagant, die einmalige unvergessliche Stimme. Und wir spüren und hören sie bereits in seinen Kindern. Die Stimme wird noch manches Jahr im ?Nachtexpress? in der Schweiz unterwegs sein. Gute Reise, Ruedi und gell: Merci für alles.»

Aufgezeichnet von Simone Matthieu, Ringier

Die komplette Rede lesen Sie am Montag in der Neuen Obwaldner Zeitung.