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Nid- und Obwalden: Rund 150 junge Leute freuen sich über Zustupf der Breisacher Stiftung

2009 belohnte die Breisacher-Stiftung erstmals besonders erfolgreiche Lehrabsolventen mit Geldprämien. In zehn Jahren hat sie über zwei Millionen Franken ausbezahlt.
Robert Hess
Brigitte Breisacher, Stiftungsratspräsidentin der Breisacher-Stiftung, gratuliert Simon Imboden. (Bild: Robert Hess (Alpnach, 19. Oktober 2018))

Brigitte Breisacher, Stiftungsratspräsidentin der Breisacher-Stiftung, gratuliert Simon Imboden. (Bild: Robert Hess (Alpnach, 19. Oktober 2018))

Insgesamt hatten 136 junge Frauen und Männer mit handwerk­lichen Berufen und Dienstleistungsberufen sowie dem Lehrort Obwalden oder Nidwalden die Bedingungen für eine Prämie aus dem Ertrag der Alpnacher Breisacher-Stiftung erfüllt. Dazu kamen 16 Teilnehmer der Schweizer Meisterschaften und der World Skills. 2018 schüttet die Breisacher-Stiftung total 153000 Franken aus. In den vergangenen zehn Jahren ergibt sich ein Gesamtbetrag von rund 2,3 Millionen Franken an Prämien und Spenden aus der Stiftung, wie die Moderatorin des Abends, Stiftungsrätin Marie-Louise Britschgi, bekanntgab.

Wer die Vorgaben der Stiftung erfüllte – eine Abschlussnote von mindestens 5,3 oder als Bester des Berufs eine Note von mindestens 5,0 –, durfte sich am Freitagabend über Prämien von mindestens 500 bis 3500 Franken (bei Note 5,8) freuen.

Für Simon Imboden aus Oberdorf stand beim Lehrabschluss mit Note 5,6 als Fachmann Betriebsunterhalt allerdings nicht die Prämie im Vordergrund, sondern der Erfolg trotz schwerer Krankheit. Er war als Sprecher der jungen Berufsleute auserkoren worden und dankte vorerst der Familie Breisacher. Dann machten Simon Imbodens Worte betroffen. «Ich leide seit meiner Geburt an zystischer Fibrose, eine Lungentransplantation ist eine Frage der Zeit.» Während der Lehre sei er längere Zeit im Spital gewesen, benötigte ständig Therapien, habe aber immer auf die Unterstützung seiner Eltern, des Lehrbetriebs Schul­gemeinde Stansstad sowie der Berufsbildungsbehörden zählen dürfen.

Optimismus trotz Krankheit

Wegen der fehlenden Kraft – die Lunge «arbeitet» nur noch zu 30 Prozent – kann Simon den erlernten Beruf zu seinem Bedauern nicht mehr ausüben. Er wünscht sich deshalb für die Zukunft eine seiner Krankheit angemessene Stelle «und vor allem eine gut funktionierende Lunge, um richtig atmen zu können». Die Prämie «nehme ich aber auch gerne entgegen», fuhr er schmunzelnd fort, «denn ich spare für ein neues Auto». Simon bleibt optimistisch nach dem Motto: «Wer will, der kann, wer nicht kann, der will nicht!» Der grosse Beifall aus dem Saal dürfte ihm zusätzlich Mut machen.

Zum Auftakt der Veranstaltung hatte Stiftungsratspräsidentin Brigitte Breisacher ein herzhaftes «Happy Birthday, liebe Breisacher-Stiftung!» angestimmt. Und sie gab ihren Eltern Theo und Inge Breisacher für den Entschluss zur Stiftungsgründung vor zehn Jahren den Dank der jungen Berufsleute weiter. «Entscheidend dafür, wohin die nächste Etappe gehen soll, ist ein klar formuliertes Ziel», erklärte sie in ihrer Ansprache. «Wer bin ich, was kann ich, und was will ich?», stellten sich die Fragen. «Und wenn das Ziel formuliert ist, braucht es das Tun, ein kraftvolles Wort mit wenigen Buchstaben», so Breisacher, CEO der Alpnach-Gruppe. «Und wenn Sie Ihr Tun mit Spass und Freude verrichten, haben Sie mehr vom Leben.»

Mit Leidenschaft an die Arbeit

Herzlich gratulierte der Obwaldner Ständerat Erich Ettlin den jungen Berufsleuten und dankte der Familie Breisacher und der Stiftung für die Förderung des Handwerks und der Dienstleistungsberufe. Es sei richtig, nicht nur selber erfolgreich zu sein, sondern das erworbene Können und Wissen auch weiterzugeben. Für Ständerat Ettlin ist auch wichtig, dass man nicht nur eine gute Note anstrebt, sondern mit Freude, Leidenschaft und vollem Einsatz an die Arbeit gehe. Er appellierte auch an die jungen Berufsleute, am demokratischen Prozess teilzunehmen, um ein gutes Umfeld, Wohlstand, Frieden und Stabilität im Land zu sichern.

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