SACHSELN: Abwasser «bisher in die Wüste geschickt»

Auf der Älggialp muss eine Kläranlage gebaut werden. Grund ist die Erweiterung des Restaurants. In andern Fällen schaut der Kanton zu.

Drucken
Teilen
Impression von der Älggialp. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Impression von der Älggialp. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Die Berggasthaus Älggialp AG baut auf der Sachsler Vorzeigealp eine Kleinkläranlage. Das Gesuch wurde im letzten Obwaldner Amtsblatt publiziert. Besitzer Peter Murer aus Kerns macht keinen Hehl daraus, dass die Investition von gegen 100'000 Franken nicht ganz freiwillig getätigt wird. Martin Schünemann, Sachbearbeiter der Dienststelle Gewässer und Fischerei, sagt dazu: «Wer ein Gesuch für die Erweiterung oder Sanierung einer Alprestauration einreicht, muss grundsätzlich eine Kleinkläranlage erstellen lassen.» Für Betriebe ohne Bauvorhaben, auch für ältere, seien jedoch keine systematischen Kontrollen geplant.

Wenn die Dienststelle Gewässer und Fischerei in der Abteilung Umwelt des Kantons Obwalden ein Auge zudrückt, profitieren häufig Betreiber von Alp-Restaurationen. Die Nähe solcher Bergbeizen zu Alpbewirtschaftungen erlaubt es den Wirten, verschmutztes Abwasser versickern zu lassen oder nach eigenem Gutdünken vor Ort zu entsorgen.

Primus Camenzind

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.