SACHSELN: Bruder Klaus bekommt Post – nach 526 Jahren

Bruder Klaus schrieb 1482 einen Brief an die Berner Regierung. Die Antwort findet sich in einem neuen Buch über den Heiligen.

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Ignaz Britschgi (links) mit Beat Naegeli, dem Präsidenten der Stiftung Kultur Obwalden. (Bild Bea Zai/Neue OZ)

Ignaz Britschgi (links) mit Beat Naegeli, dem Präsidenten der Stiftung Kultur Obwalden. (Bild Bea Zai/Neue OZ)

Geschrieben hat das Buch der 89-jährige Obwaldner alt Regierungsrat und Jurist Ignaz Britschgi. Am Freitagabend wurde es in Sachseln im Rahmen einer Vernissage präsentiert. Als beschlagener und witziger Gastreferent trat dabei Peter Schmid auf, Berner alt Regierungsrat und Bruder von Bundesrat Samuel Schmid. Er überraschte die über hundert Gäste mit einer Neuigkeit: Im Jahre 1482 hatte Bruder Klaus der Berner Regierung für eine Spende von 40 Pfund gedankt, die er nach dem Friedensschluss in Stans bekommen hatte. Die Regierung schrieb Bruder Klaus allerdings nie zurück.

Das hat Peter Schmid jetzt getan: «In meiner Funktion als Präsident der Stiftung Historisches Lexikon der Schweiz habe ich im Buch von Ignaz Britschgi die längst fällige Antwort auf diesen Brief verfasst.» Schmid schreibt Bruder Klaus unter anderem Folgendes: «Euer Brief ermahnet uns, dass wir als christliche Obrigkeit christliche Politik betreiben sollen.» Und weiter: «Auch wenn Euer Brief vor über fünf Jahrhunderten geschrieben worden ist, ist er in den Grundzügen aktuell. Ich werde ihn daher bei nächster Gelegenheit dem heutigen Rat von Bern zusammen mit meiner Antwort vorlegen. Es kann ihm nur gut tun!»

Bea Zai

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Obwaldner Zeitung.