SACHSELN: Bruder Klaus bleibt, wo er ist

Bruder Klaus muss nicht noch einmal zügeln. Die Sachsler Statue des Nationalheiligen bleibt in der Mitte des Dorfbrunnens, wo sie vor einem Jahr hinverschoben wurde.

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Bruder-Klaus-Statue - mit offenem Rücken mitten in Sachseln. (Bild: Markus von Rotz (29. 1. 2018))

Bruder-Klaus-Statue - mit offenem Rücken mitten in Sachseln. (Bild: Markus von Rotz (29. 1. 2018))

Das habe der Gemeinderat dieser Tage genehmigt, sagt Gemeindepräsident Peter Rohrer auf Anfrage. Davor stand Bruder Klaus elf Jahre lang am oberen Brunnenende Richtung Kirche – das passte niemandem so richtig.

Schon 2006, als die Statue im Rahmen der Neugestaltung des Dorfzentrums auf den Dorfplatz kam, gab es Beschwerden. Es sei nicht richtig, dass Bruder Klaus auf Augenhöhe mit dem gewöhnlichen Fussgänger platziert sei. In einem Leserbrief wurde gar bemängelt, der Eremit stehe «wie ein Gartenzwerg» an der Mauer. Vor dem Jubiläumsjahr 600 Jahre Bruder Klaus wurde die Statue schliesslich in der Brunnenmitte und etwas erhöht platziert. Eine provisorische Lösung, hiess es damals vom Gemeinderat.

Dass es nun dabei bleibt, habe mit der positiven Reaktion aus der Bevölkerung zu tun, so Rohrer. «Manche fragten gar, ob es wirklich die gleiche Statue sei, da sie nun grösser erscheint. Einen besseren Ort haben wir nicht gefunden.» Auch Jakobspilger auf ihrem Weg vom Flüeli-Ranft her sähen die Statue nun besser. «Bruder Klaus wird viel fotografiert und ist ein richtiges Wahrzeichen von Sachseln geworden.» Einziger Wermutstropfen: Der Rücken der Statue bleibt offen, obwohl Bruder Klaus nicht mehr mit dem Rücken zur Wand, sondern zu einer Hecke steht. Kein Problem, winkt der Gemeindepräsident ab. «Hinter der Hecke verläuft eh kein Fussweg.» (fhe)