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SACHSELN: Bruder Klausens Ur-Biografie neu beleuchtet

Der frühere Obwaldner Staatsarchivar Angelo Garovi befasst sich in einer kleinen Publikation mit Bruder Klaus. Im Mittelpunkt steht dabei die Biografie von Heinrich Wölflin von 1501.
Romano Cuonz
Stifterbild des Bruder-Klausen-Biografen Heinrich Wölflin im Berner Münster. (Bild: Reproduktion Romano Cuonz (5. Dezember 2017))

Stifterbild des Bruder-Klausen-Biografen Heinrich Wölflin im Berner Münster. (Bild: Reproduktion Romano Cuonz (5. Dezember 2017))

Romano Cuonz

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Die älteste lateinische Bruder- Klaus-Biografie – sie war für alle späteren massgebend – verfasste 1501 der Berner Magister und Chorschreiber Heinrich Wölf­lin. Er tat es im Auftrag der damaligen Obwaldner Regierung. Als Leonard von Matt 1947 einen Bildband über Bruder Klaus publizierte, beauftragte er den bekannten Schriftsteller Josef Konrad Scheuber, darin auch Wölflins Biografie in einer einfachen und schönen deutschen Übersetzung zugänglich zu machen.

Auf Anfrage des früheren Obwaldner Staatsarchivars Angelo Garovi hat nun die Josef-Konrad-Scheuber-Stiftung die Abdruckrechte freigegeben. Ein glücklicher Garovi dazu: «So kann die längst vergriffene Übersetzung von Heinrich Wölflins Biografie wieder einer breiten Bevölkerung zugänglich gemacht werden.» Indem Garovi diesen Text nochmals vollumfänglich abdruckt, befolgt er auch den Willen des ­ursprünglichen Autors. Wölflin schreibt nämlich am Schluss seiner Biografie über Bruder Klaus: «Ich habe dieses Werk mit offenem Sinn und mit herzlicher Zuneigung gegen alle Unterwaldner verfasst. An Euch liegt es nun, es weiter zu verbreiten.» Dass dies im Jubiläumsjahr 2017 «600 Jahre Bruder Klaus und 500 Jahre Reformation» klappte, findet Garovi besonders sinnvoll.

Glaubwürdige, eidliche Zeugnisse

Heinrich Wölflin (1470–1532) trug den Titel «Meister der freien Künste». Sein Ruf drang über den Brünig bis nach Obwalden. Jahrelang sammelte er mündliche Berichte von Augenzeugen, schriftliche Notizen und eidliche Aussagen über den Eremiten. Auch das Sachsler Kirchenbuch studierte er eingehend. Er selber versichert im Vorwort zu seiner Biografie: «Ich habe nichts darin aufgenommen, was nicht nach eidlichen Zeugnissen als erwiesen feststeht.» Und etwas gar bescheiden im Schlusswort: «Mehr als um den Stil und ausgefeilte Worte bemühte ich mich darum, die Wahrheit festzuhalten.»

Ergänzt unter anderem um Predigt des Papstes

Allein Wölflins Biografie, die Bruder Klaus am nächsten kommt, ist die Lektüre wert. Garovi fügt überdies historische Dokumente und aktuelle Texte zu Bruder Klaus hinzu. «Dies geschieht ganz im Sinne und in Weiterführung von Scheuber», erklärt Garovi. In den ergänzenden Kapiteln vermittelt der frühere Obwaldner Staatsarchivar Wölflins Biografie. Auch weist er auf andere Texte hin, etwa auf die Diebold-Schilling-Chronik, auf Briefe, die Bruder Klaus diktiert hat, auch auf eine bisher unbekannte Mahnung zum Frieden mit Mailand von 1479. Auch die Predigt von Papst Johannes Paul II. 1984 in Flüeli-Ranft gibt die Broschüre teilweise wieder.

Hinweis

Niklaus von Flüe. Heinrich Wölflins Lebensbeschreibung des Eremiten Bruder Klaus von 1501 in der Übersetzung von J. K. Scheuber und weitere Dokumente und Texte zu Bruder Klaus. Angelo Garovi. Im Buchhandel erhältlich.

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