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SACHSELN: Edisriederbach soll eine 100-jährliche Flut überstehen

Die Verbauungen am Edisriederbach sind in schlechtem Zustand. Das Stimmvolk entscheidet über die Sanierung für 2,2 Millionen Franken.
Franziska Herger

Am Sonntag, 26. November, stimmen die Sachsler über den Baukredit von 2,2 Millionen Franken für die Sanierung des Edisriederbachs ab. Der Bach solle mit dem geplanten Hochwasserschutzprojekt eine Flut bewältigen können, wie sie nur alle 100 Jahre vorkommt, heisst es in der Abstimmungsbotschaft. Heute bestehe die Gefahr, dass die Beton- und Holzsperren zwischen dem Geschiebesammler Obflue und der Edisriederstrasse bei einem grösseren Unwetter kollabieren könnten.

Der Gemeinderat spricht bei dem Projekt von einer Bestvariante. «Man hätte die Verbauungen auch nur reparieren können. Aber das wäre nur Kosmetik ohne Nachhaltigkeit gewesen», sagt Gemeindepräsident Peter Rohrer auf Anfrage. Mit dem Kredit von 2,2 Millionen soll nun das Gerinne saniert werden. Zudem erhalten die Brücken im Gebiet sogenannte Staukragen, die bei Hochwasser die Fluten unter der Brücke durchleiten.

Die Mülirütistrasse dient als Überflutungskorridor

Weiter sollen Ufermauern mit Beton verstärkt werden, und die Mülirütistrasse dient als Überflutungskorridor. Eine Kuppe in der Strasse und eine Betonstützmauer sollen verhindern, dass Wasser in das angrenzende Siedlungs­gebiet eindringt. Bei Hochwasser kann die Strasse zudem mit Dammbalken versperrt werden.

Im Mai hat die Sachsler Stimmbevölkerung einen 2,5-Millionen-Kredit für das Hochwasserschutzprojekt Sigetsbach gutgeheissen. Der dort geplante Überlastkorridor hatte zu Widerstand geführt: Anwohner fürchteten eine Wertverminderung ihres Bodens. Laut dem Gemeindepräsident ist die Situation beim Projekt Edisriederbach aber nicht mit derjenigen am Sigetsbach vergleichbar. «Denn als Überlastkorridor ist beim Edisriederbach nur die Mülirüti­strasse betroffen.» Die Anliegen und Fragen der betroffenen Anwohner hätten geklärt werden können, so Rohrer. «Ich rechne mit einem Ja an der Urne.»

Nimmt das Volk den Kredit an, wird das Projekt noch im Dezember öffentlich aufgelegt. Die nötigen Genehmigungen seien von den zuständigen Bundes- und Kantonsbehörden in Aussicht gestellt worden, schreibt der Gemeinderat. Er geht von einem Beitrag des Bundes und des Kantons an die Wasserbaukosten von je 770000 Franken aus. Der Spatenstich ist für den Winter 2018 geplant, und bis 2019 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Franziska Herger

franziska.herger@obwaldnerzeitung.ch

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